ADHS bei Erwachsenen: Anzeichen, Diagnostik und Therapie
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Einleitung
ADHS bei Erwachsenen: Anzeichen, Diagnostik und Therapie Dipl. Ges. Oec. (FH) Jennifer Ann Lorenz Medizin- und Pflegejournalistin Aktualisiert 2026
Das Wichtigste in Kürze
ADHS-Symptome treten im Kindesalter meist verstärkt in Erscheinung, können aber bis ins Erwachsenenalter fortbestehen. Erwachsene haben weniger mit motorischer, sondern mehr mit innerer Unruhe zu kämpfen die Aufmerksamkeitsproblematik bleibt zudem bestehen. Für Erwachsene gelten praktisch die gleichen Diagnosekriterien wie für kleine Patienten, allerdings gibt es spezielle Fragebögen. Ob ADHS therapiert werden muss, hängt vom Leidensdruck und der persönlichen Situation ab hier stehen die Psychotherapie und Medikamente zur Verfügung. Das Wichtigste in Kürze Krankheiten-Übersicht ADHS im Erwachsenenalter häufiger als gedacht Symptome von ADHS bei Erwachsenen ADHS-Ursachen bei Erwachsenen: warum bleiben die Kernmerkmale? ADHS bei Erwachsenen: Medikamente und Psychoth...
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Krankheiten-Übersicht
Global betrachtet gibt es 30.000 verschiedene Erkrankungen. Je nach Ausprägung und Verlauf können sie verschiedene Beschwerden hervorrufen und den Einsatz unterschiedlicher Therapieansätze nötig machen. Demenz Schlaganfall Herzinfarkt Diabetes Epilepsie Multiple Sklerose Krankheiten Hier sind weitere Beispiele: Demenz Diabetes Schlaganfall Dysphagie Nesselsucht Alzheimer Schuppenflechte Gicht Depression Dekubitus COPD Arthritis Polyarthritis Parkinson Infektionskrankheiten Chronische Wunden Osteoporose Herzinfarkt Epilepsie Frailty Syndrom Lungenfibrose Fibromyalgiesyndrom Inkontinenz Stoma Psychische Erkrankung Aggression Angststörung Arthrose Multiple Sklerose MRSA Thrombose Kinderdemenz Mukoviszidose Chorea Huntington Altersdepression Delir FOP Morbus Fabry Morbus Fahr Die Aufmerksamkei...
ADHS im Erwachsenenalter häufiger als gedacht
Der Begriff Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) beschreibt eine psychische Störung. Aufmerksamkeitsdefizit meint dabei Probleme, sich auf Handlungen im Alltag zu konzentrieren. Hyperaktivitätsstörung beschreibt das Unvermögen, eigene Impulse im Zaum zu halten und ruhig zu bleiben. ADHS ist bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet schätzungsweise sind 5 % von ihnen betroffen. Zwar bessern sich die Symptome bei vielen Patienten im Jugendalter, sie hören mit dem Eintritt in das Erwachsenenleben aber nicht automatisch auf. Experten schätzen, dass 15 % der ADHS-Patienten auch in der erwachsenen Lebensphase alle Kriterien für die psychische Störung erfüllen. Grundsätzlich kann sich ADHS bei Erwachsenen, wie auch bei Kindern, in unterschiedlichen Lebensbereichen zeigen...
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Symptome von ADHS bei Erwachsenen
Bei Kindern deuten drei Kernsymptome auf ADHS hin: Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität. Erwachsene mit ADHS sind beinahe alle eingeschränkt in ihrer Aufmerksamkeitsfähigkeit. Nach außen hin wirken sie oft chaotisch sie haben vor allem Schwierigkeiten, ihren Alltag oder ihre Arbeitssituation zu strukturieren. Termine einzuhalten und sich auf komplexe, länger andauernde Aufgaben zu konzentrieren, fällt ihnen schwer. Die Impulsivität hinterlässt auch im Erwachsenenalter ihre Spuren: Ihr Angehöriger kann ungeduldig sein, unterbricht Sie etwa in Gesprächen mit anderen. Oft fällt auf, dass Erwachsene mit ADHS Konsequenzen ihres Handelns nicht bedenken. Ein unüberlegtes Handeln kann sich daran zeigen, dass Ihr Familienmitglied bei Auseinandersetzungen vorschnell den Kontakt zu Fre...
ADHS im Erwachsenenalter: Symptome im Überblick
Erwachsene mit ADHS beschreiben oft Probleme in Beziehungen oder dem Arbeitsleben. Folgende Tabelle listet mögliche Anhaltspunkte für die psychische Störung auf. Kernmerkmal von ADHS Beschreibung Beispiele aus dem Alltag Aufmerksamkeitsstörung Die mangelnde Aufmerksamkeitsfähigkeit zeigt sich beispielsweise in der Ausbildung oder im späteren Arbeitsleben. Betroffene haben zwischendurch einen unerklärlichen Leistungsabfall.Sie vergessen, Arbeitsanweisungen, es kommt zu Flüchtigkeitsfehlern bei den Arbeitsergebnissen. Langen Meetings zu folgen, fällt schwer. Patienten lesen nicht gerne, wenn sie den Gesamtinhalt nicht zusammenfügen können. Impulsivität Dabei fällt auf, dass Erwachsene das Risiko ihrer Handlungen nicht abschätzen. Außerdem reden sie häufig ungebremst und schnell. Erst denken,...
Frauen und Männer sind Studien zufolge anders betroffen
Untersuchungen weisen darauf hin, dass es bestimmte geschlechterspezifische Unterschiede bei den ADHS-Symptomen gibt. Scheinbar sind Frauen eher verträumt, chaotischer im Denken und Handeln sowie angespannt. Außerdem neigen sie zu Stimmungsschwankungen. Männer könnten eher mit innerer Unruhe und Ungeduld zu kämpfen haben. Womöglich fällt es ihnen schwerer, sich in einer Gruppe unterzuordnen. Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern werden aktuell noch diskutiert und stehen keinesfalls fest für klare Aussagen ist mehr Forschung nötig....
ADHS-Ursachen bei Erwachsenen: warum bleiben die Kernmerkmale?
Noch sind die Ursachen von ADHS nicht abschließend geklärt. Forscher nehmen an, dass genetische Faktoren gemeinsam mit anderen Einflüssen Entwicklungsabweichungen der neuronalen Regelkreise auslösen. Damit sind unter anderem Veränderungen im Botenstoffsystem des Körpers gemeint die Weitergabe von Dopamin an den Nervenzellen im Gehirn kann dadurch anders laufen. Daneben könnten Umwelteinflüsse, wie eine Reizüberflutung, und Risikofaktoren, wie Geburtskomplikationen, eine Rolle spielen. Doch warum bemerken einige Erwachsene die ADHS-Symptome fortwährend und bei anderen lassen sie im Jugendalter nach? Auch hier gibt es mehrere Erklärungen. Studien arbeiteten verschiedene Faktoren heraus, die das Fortbestehen bis ins Erwachsenenalter wahrscheinlicher machen. Forscher führten die anhaltenden ...
So stellen Mediziner ADHS bei Erwachsenen fest
Klassischerweise wird ADHS in der Kindheit oder Jugend diagnostiziert. Doch für eine ADHS-Diagnose ist es nie zu spät. Ihr Familienmitglied kann dazu einen Psychiater oder Psychotherapeuten aufsuchen, der erste Ansprechpartner ist oft der Hausarzt. Ermutigen Sie Ihren Angehörigen zu einem Termin, wenn er einen Leidensdruck verspürt oder die Symptome den Alltag erschweren. In mehreren Terminen prüft der Untersucher, ob die Voraussetzungen für eine Diagnose erfüllt sind. Die Kriterien sind dabei praktisch die gleichen wie bei Kindern: Die Auffälligkeiten sind zum ersten Mal im Kindesalter aufgetreten. Ihr Angehöriger zeigt sechs Anzeichen von Unaufmerksamkeit, Impulsivität, Hyperaktivität oder mehr. Die Symptome verursachen in mindestens zwei Lebensbereichen Schwierigkeiten. Die Beschwerden ...
ADHS bei Erwachsenen: Medikamente und Psychotherapie
ADHS muss bei Erwachsenen nicht zwangsläufig behandelt werden entscheidend ist, wie stark Ihr Angehöriger unter den Symptomen leidet und wie die jeweilige Lebenssituation aussieht. Der Behandler bespricht gemeinsam mit Ihrem Familienmitglied die verschiedenen Optionen. Grundsätzlich lässt sich ADHS auch im Erwachsenenalter mit Medikamenten oder einer Psychotherapie behandeln. ADHS-Behandlung mit Medikamenten: Es gibt spezielle Arzneimittel, die die Kernsymptome wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität verringern. Das klappt, indem sie beispielsweise die Konzentration von Dopamin und Noradrenalin im Gehirn steigern. Die Botenstoffe unterstützen den Austausch zwischen den Nervenzellen. Bei Erwachsenen ist der Wirkstoff der Wahl Methylphenidat, es gibt aber auch andere Substanz...
Können Erwachsene selbst etwas gegen ADHS ausrichten?
Auch ohne Behandlung erarbeiten sich viele Erwachsene mit ADHS Strategien, um mit der psychischen Störung im Alltag zurechtzukommen. Je nach Schweregrad kann das für den Ausgleich der Symptome bereits ausreichen. Einige Menschen begegnen der inneren Unruhe mit Sport, andere mit Entspannungstechniken. Das Einlesen und das aktive Auseinandersetzen mit ADHS sind ebenfalls sinnvoll so können Betroffene eigene Muster und die Tatsache erkennen, dass es sich nicht um eine Charakterschwäche, sondern um eine Störung handelt. Mehr zu dem Thema erfahren Sie in unserem Ratgeber Pflege bei ADHS . ¡ Gut zu wissen: Bei einer starken ADHS-Ausprägung kann die Selbstständigkeit Ihres Familienmitglieds eingeschränkt sein. In dem Fall können Sie einen Pflegegrad bei ADHS beantragen. FAQ Häufige Fragen zu AD...
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FAQ Section
Q: Kann ADHS auch im Erwachsenenalter diagnostiziert werden? A: Meistens erhalten Menschen mit ADHS die Diagnose bereits im Kindesalter. Sie kann aber auch im Erwachsenenalter noch gestellt werden dafür gibt es spezielle Fragebögen.
Q: Wer ist der richtige Ansprechpartner bei Erwachsenen mit ADHS? A: Der Hausarzt kann erste Informationen geben, eine Diagnose stellen in der Regel Psychiater oder Psychotherapeuten.
Q: Was ist typisch für Erwachsene mit ADHS? A: Betroffene haben Probleme mit der Aufmerksamkeit und Impulskontrolle, die motorische Unruhe aus der Kindheit wandelt sich eher in eine innere Unruhe. Somit sind Erwachsene weniger zappelig, sie können sogar regelrecht träge sein.
Q: Warum haben einige Menschen im Erwachsenenalter ADHS-Symptome und andere nicht? A: Dazu gibt es verschiedene Hinweise aus Studien. Wahrscheinlich hängt das Fortbestehen der Beschwerden im Erwachsenenalter mit Schwere der ADHS und dem neuropsychologischen Zustand zusammen.
Q: Wie wird ADHS im Erwachsenenalter behandelt? A: Je nach Leidensdruck und persönlicher Situation kann ADHS mit Psychotherapie alleine oder in Kombination mit Medikamenten therapiert werden. Einige Betroffene kommen aber auch ohne eine Behandlung zurecht.
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