Psychische Erkrankungen: Symptome erkennen, Ursachen verstehen & passende Therapien finden
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Einleitung
Psychische Erkrankungen: Symptome erkennen, Ursachen verstehen & passende Therapien finden Dipl. Ges. Oec. (FH) Jennifer Ann Lorenz Medizin- und Pflegejournalistin Aktualisiert 2026
Das Wichtigste in Kürze
Psychische Erkrankungen sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Mediziner unterscheiden eine Vielzahl psychischer Erkrankungen, im Alter kommen Depressionen und Demenz besonders häufig vor. Pflegende Angehörige sollten bei sozialem Rückzug, tiefer Traurigkeit oder Substanzmissbrauch hellhörig werden. Psychische Erkrankungen sind behandelbar und in einigen Fällen sogar heilbar dabei helfen in erster Linie Medikamente und eine Psychotherapie. Pflegende Angehörige können sich an den behandelnden Hausarzt wenden, wenn psychische Beschwerden den Pflegealltag belasten. Psychische Erkrankungen gehören hierzulande neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bösartigen Neubildungen und muskuloskelettalen Krankheiten zu den entscheidendsten Ursachen für das Einbüßen gesunder Lebensjahre. Auch viele pfleg...
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Krankheiten-Übersicht
Global betrachtet gibt es 30.000 verschiedene Erkrankungen. Je nach Ausprägung und Verlauf können sie verschiedene Beschwerden hervorrufen und den Einsatz unterschiedlicher Therapieansätze nötig machen. Demenz Schlaganfall Herzinfarkt Diabetes Epilepsie Multiple Sklerose Krankheiten Hier sind weitere Beispiele: Demenz Diabetes Schlaganfall Dysphagie Nesselsucht Alzheimer Schuppenflechte Gicht Depression Dekubitus COPD Arthritis Polyarthritis Parkinson Infektionskrankheiten Chronische Wunden Osteoporose Herzinfarkt Epilepsie Frailty Syndrom Lungenfibrose Fibromyalgiesyndrom Inkontinenz Stoma Aggression Angststörung Arthrose Multiple Sklerose MRSA Thrombose ALS Kinderdemenz Mukoviszidose Chorea Huntington Altersdepression Delir FOP Morbus Fabry Morbus Fahr...
Was sind psychische Erkrankungen?
Bei psychischen Erkrankungen liegen erhebliche Abweichungen mit Blick auf das Verhalten, Erleben, Fühlen oder Denken im Vergleich zu gesunden Menschen vor. Grund dafür sind Beeinträchtigungen der psychischen Funktionen, die weit verbreitet sind. Wie schwer psychische Erkrankungen den Alltag belasten, ist sehr unterschiedlich von leichten Einschränkungen des seelischen Wohlbefindens bis hin zu schweren psychischen Störungen, die stationär behandelt werden müssen, ist alles möglich. Die Herausforderung bei psychischen Erkrankungen ist, dass sie im Gegensatz zu körperlichen Beschwerden wie Diabetes praktisch unsichtbar sind. Außerdem können Mediziner die Auswirkungen nicht immer unmittelbar messen. [1] , [2] Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen zählen: Abhängigkeitserkrankungen Angsts...
Psychische Erkrankungen sind häufig, aber trotzdem oft ein Tabuthema
Wenn Sie sich mit Familie oder Freunden unterhalten, wie oft sprechen Sie dann über gesundheitliche Probleme? Bestimmt berichtet Ihnen ein Bekannter ab und zu von steifen Gelenken oder Kopfschmerzen doch wie häufig thematisiert jemand ausgeprägte Angstattacken, tieftraurige Episoden oder bipolare Störungen? Über psychische Erkrankungen oder psychische Probleme redet kaum jemand gerne. Noch immer empfinden viele Betroffene es als ausgesprochenen Makel, wenn die psychischen Funktionen beeinträchtigt sind. Aus Angst vor Ausgrenzung oder Unverständnis leiden viele Betroffene still und erhalten deshalb nicht die Unterstützung, die sie benötigen. Genau deshalb ist es wichtig, dass Sie auf psychische Problemlagen bei Ihrem Angehörigen zeitnah reagieren. Zeigen Sie Verständnis für schwer empfund...
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Psychische Erkrankungen: Zahlen und Fakten
Sogenannte epidemiologische Daten, die durch repräsentative Stichproben zusammengetragen werden, liefern Hinweise zu der Verbreitung von psychischen Erkrankungen. Auskunft kann beispielsweise die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1-Studie) geben, die vom Robert-Koch-Institut initiiert wurde. Durch diese und weitere Untersuchungen ergeben sich folgende Fakten: Hierzulande haben ca. 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung jährlich eine psychische Erkrankung. Von den etwa 17,8 Millionen Betroffenen suchen nur 18,9 % pro Jahr einen Leistungsanbieter auf. Angststörungen (15,4 %), affektive Störungen (9,8 %) und Störungen durch Alkohol- oder Medikamentenkonsum (5,7 %) sind die häufigsten psychischen Erkrankungen. Personen mit einer psychischen Erkrankung haben eine um zehn Jahre r...
Woran erkenne ich als pflegender Angehöriger eine psychische Erkrankung?
Psychische Erkrankungen betreffen viele Menschen in unserer Bevölkerung. Nicht selten bleibt lange unerkannt, dass Familienangehörige oder Freunde eine psychische Erkrankung besitzen. Im Pflegealltag treten die Beschwerden aber oftmals deutlicher in Erscheinung. Schließlich kümmern sich pflegende Angehörige viele Stunden oder sogar rund um die Uhr um Familienangehörige. Bemerken Sie bei Ihrem Angehörigen folgende Symptome, sollten Sie hellhörig werden: Ihr Angehöriger erscheint körperlich oder seelisch erschöpft. Selbst alltägliche Tätigkeiten sind für Ihr Familienmitglied mit großer Anstrengung verbunden, zum Beispiel das Abspülen. Der Pflegebedürftige schläft ungewöhnlich viel. Ausdauer, Motivation, Geduld und Antrieb sind reduziert. Ihr Angehöriger konsumiert oft übermäßig Genussmittel ...
Ursachen von psychischen Erkrankungen bei Pflegebedürftigen
Auf der Suche nach Ursachen von psychischen Erkrankungen könnte das Lebensalter eine Rolle spielen. Allerdings bedeutet ein höheres Lebensalter nicht zwangsläufig ein gesteigertes Risiko für alle psychischen Erkrankungen. Nur ein Beispiel ist die Schizophrenie, hier ist das Erkrankungsrisiko vor dem 40. Lebensjahr besonders hoch, nach dem 60. Lebensjahr allerdings sehr niedrig. Es gibt aber tatsächlich psychische Problemlagen, die sich vor allem im Alter bemerkbar machen: So steigt die Suizidrate mit zunehmendem Alter deutlich an. Außerdem sind Altersdepressionen und Demenz nicht selten. Als Erklärung für psychische Erkrankungen führen Experten das biopsychosoziale Modell an hier wird davon ausgegangen, dass neben biologischen und psychologischen auch soziale Faktoren an der Entstehung b...
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Psychische Erkrankungen: Diagnostik
Gibt es psychische Auffälligkeiten, ist es wichtig, dass bei Ihrem Angehörigen diagnostische Maßnahmen ergriffen werden, um die richtige Diagnose zu bestimmen und eine adäquate Therapie auszuwählen. Neben einem Untersuchungsgespräch erfolgt eine körperliche Untersuchung und eventuell eine Zusatzdiagnostik. Sie als pflegender Angehöriger können entscheidende Informationen geben, um die Diagnose zu erleichtern. Beobachten Sie im Pflegealltag vermehrt aggressives Verhalten, Grübeleien oder Euphorie, sollten Sie dem Mediziner davon berichten. So läuft eine Diagnostik bei einer psychischen Erkrankung ab: Untersuchungsgespräch: Das psychiatrische Gespräch besteht aus zwei Teilen und erfolgt als halbstrukturiertes Interview. Im ersten Teil äußert sich Ihr Angehöriger spontan, der Mediziner reagie...
Therapie von psychischen Erkrankungen: diese Bausteine gibt es
Es gibt viele verschiedene Therapieansätze bei psychischen Erkrankungen. Meist wenden Mediziner mehrere Bausteine an, zum Beispiel die Psychotherapie und die Pharmakotherapie. In den letzten Jahren sind weitere therapeutische Maßnahmen hinzugekommen, um Betroffene zu unterstützen. Folgende Therapiemöglichkeiten gibt es bei psychischen Erkrankungen: Psychotherapie: Wörtlich übersetzt bedeutet die Psychotherapie Behandlung der Seele. Sie bietet sich bei Störungen des Erlebens, Handelns, Fühlens und Denkens an. Menschen mit Depressionen, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Ängsten, Depressionen, Süchten und Zwängen können davon profitieren. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Ansätze. Die kognitive Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Gesprächspsyc...
Wie verläuft eine psychische Erkrankung bei meinem Angehörigen?
Wie eine psychische Erkrankung bei Betroffenen verläuft, ist sehr unterschiedlich. Bei Depressionen liegt das Rückfallrisiko nach der ersten Episode ohne Vorsorge bei ca. 50 %, bei ausgeprägten Depressionen sind es 75 %. Eine gezielte Behandlung und eine gute Vorsorge können dabei helfen, Rückfälle zu vermeiden und den Verlauf der Erkrankung abzumildern. Wussten Sie, dass psychische Erkrankungen nicht nur behandelbar, sondern in vielen Fällen auch heilbar sind? Als pflegender Angehöriger können Sie Ihr Familienmitglied tatkräftig unterstützen, indem Sie die Einnahme der Medikamente sicherstellen und in Zeiten hoher Belastung den Druck herausnehmen oft kann eine Haushaltshilfe den Alltag entlasten. Übrigens: Der Missbrauch von Alkohol oder Drogen kann die Prognose psychischer Erkrankungen...
Psychische Erkrankungen in der Pflege
Psychische Erkrankungen sind nicht nur für Patienten, sondern auch für pflegende Angehörige eine große Herausforderung. Verändert Ihr Angehöriger sein Wesen und ist praktisch nicht mehr wieder zu erkennen, kann das auf die psychische Erkrankung zurückgeführt werden. Jetzt ist es wichtig, sich Hilfe zu holen und im Pflegealltag noch mehr Fingerspitzengefühl zu zeigen. Werfen Sie Ihrem Angehörigen keine Faulheit oder Unzuverlässigkeit vor, sondern erkennen Sie gewisse Verhaltensmuster als Teil der Erkrankung an dabei kann Ihnen die bereits erwähnte Psychoedukation helfen. Um Unterstützung für sich und die Pflegeperson zu erhalten, kann Ihr Familienmitglied einen Pflegegrad bei psychischen Erkrankungen beantragen damit stehen Versicherten Leistungen der Pflegekasse zu....
Psychischen Erkrankungen vorbeugen hilfreiche Tipps
Wer psychisch gesund ist, der kann mit alltäglichen Herausforderungen oder Belastungen umgehen, um sie so zu bewältigen. Die psychische Gesundheit erfordert ein Gleichgewicht zwischen den Anforderungen sowie Belastungen und den eigenen Ressourcen. Nicht immer gelingt es, diese Balance aufrechtzuerhalten, zum Beispiel nach dem Verlust des Ehepartners oder der Kenntnis einer schweren Erkrankung. Diese und andere Einschnitte können dazu beitragen, dass Ihr Angehöriger psychische Probleme entwickelt oder sich bereits bestehende psychische Erkrankungen verstärken. Im Pflegealltag können eine soziale Eingliederung, beispielsweise regelmäßige Treffen mit Freunden, und das vertraute Umfeld das psychische Wohlbefinden stärken. Außerdem ist es wichtig, das Menschen ihre körperlichen und seelischen B...
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Pflegebedürftige Personen haben einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 42 € pro Monat. CareBoxx liefert diese kostenlos und bequem nach Hause einfach online bestellen. Jetzt kostenlose Pflegebox bestellen Mehr über Pflegehilfsmittel erfahren FAQ: häufige Fragen rund um psychische Erkrankungen Was gibt es für psychische Erkrankungen? Es gibt eine Vielzahl an psychischen Erkrankungen. Dazu zählen Abhängigkeitserkrankungen, Zwangserkrankungen, Depressionen, Angsterkrankungen oder Psychosen. Was sind Anzeichen einer psychischen Erkrankung bei Pflegebedürftigen? Sozialer Rückzug, anhaltendes Grübeln oder ein Substanzmissbrauch können auf eine psychische Erkrankung hindeuten. Sind psychische Erkrankungen heilbar? Es gibt viele Behandlungsansätze für psychische Erkr...
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FAQ Section
Q: Was gibt es für psychische Erkrankungen? A: Es gibt eine Vielzahl an psychischen Erkrankungen. Dazu zählen Abhängigkeitserkrankungen, Zwangserkrankungen, Depressionen, Angsterkrankungen oder Psychosen.
Q: Was sind Anzeichen einer psychischen Erkrankung bei Pflegebedürftigen? A: Sozialer Rückzug, anhaltendes Grübeln oder ein Substanzmissbrauch können auf eine psychische Erkrankung hindeuten.
Q: Sind psychische Erkrankungen heilbar? A: Es gibt viele Behandlungsansätze für psychische Erkrankungen, mit denen Beschwerden gelindert oder die Krankheit sogar geheilt werden kann.
Q: Zu welchem Arzt mit psychischen Beschwerden? A: Der Hausarzt ist der erste Ansprechpartner. Er kann die Beschwerden einordnen und bei Bedarf eine Überweisung zu einem Facharzt ausstellen.
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