Krankheitsbilder & Pflege
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Pflege bei Arthrose: Tipps & Hilfsmittel

Umfassende und verlässliche Informationen für den Pflegealltag.

Pflege bei Arthrose: Praxistipps und Hilfe für die Pflegeplanung


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Einleitung

Pflege bei Arthrose: Praxistipps und Hilfe für die Pflegeplanung Marina Engler Journalistin für Wissenschaft und Verbraucherschutz ### Das Wichtigste in Kürze

Arthrose kann in jedem Alter auftreten, das Risiko steigt aber mit zunehmendem Alter. Eine Arthrose kann zu einer Pflegebedürftigkeit hinzukommen oder der Auslöser dafür sein. Arthrose ist nicht heilbar, aber die Beschwerden können durch einen angepassten Alltag reduziert werden. Eine entzündungsarme Ernährung kann Arthrose-Schmerzen deutlich lindern. Regelmäßige Bewegung hilft, den Prozess des Knorpel-Abbaus zu verlangsamen und sorgt wieder für mehr Beweglichkeit. Hilfsmittel, angepasste Kleidung, Schuhe und Wohnräume erleichtern den Alltag. Arthrose kann sehr schmerzhaft sein und Betroffene stark in ihrem Alltag einschränken. Mehr als 12 Millionen Menschen in Deutschland sind von der Gelenkerkrankung betroffen, etwa 5 Millionen davon leiden unter schmerzhaften Beschwerden. Warum sich die...


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Arthrose im Alltag

Eine Arthrose, also der dauerhafte Rückgang des Knorpels in einem Gelenk, ist eine typische Erkrankung der zweiten Lebenshälfte. Neben dem Alter sind vor allem Übergewicht, zu wenig oder die falsche Bewegung, erhöhter Alkoholkonsum und Langzeitrauchen entscheidende Risikofaktoren. Auch eine genetische Veranlagung sowie das Zusammentreffen mit anderen Erkrankungen wie Osteoporose können die Entwicklung oder Verschlimmerung einer Arthrose begünstigen. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto wahrscheinlicher sind Betroffene auf Hilfe im Alltag angewiesen. Entscheidend ist, welche Gelenke und wie stark diese von der Erkrankung betroffen sind. Ein leichter Gelenkverschleiß im Knie ist vielleicht nur auf dem Röntgenbild zu sehen, macht aber keine Probleme. Ein stärkerer Knorpelabbau in bei...

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Woran Sie Arthrose erkennen

Falls ihr Angehöriger regelmäßig über Schmerzen in einem oder mehreren Gelenken klagt, sich morgens irgendwie eingerostet fühlt und erstmal einige Zeit braucht, um sich wieder geschmeidig bewegen zu können, liegt möglicherweise eine Arthrose vor. Die typischen Anzeichen sind: Anlaufschmerzen nach einer längeren Ruhephase, im späteren Stadium dauerhafte Schmerzen, die durch Belastung noch stärker werden, ein Gefühl von Steifigkeit im Gelenk, Schonhaltungen, die ein schmerzendes Gelenk entlasten, das Abreiben eines Gelenks, Kraftverlust, (vor allem bei Arthrose im Handgelenk oder in den Fingern), hörbares Knacken oder Knirschen im Gelenk bei Bewegung. Tritt eins oder treten mehrere dieser Symptome auf, sollte unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin einen Blick darauf werfen. Mit der passenden Di...

Verlauf einer Arthrose

Niemand kann vorhersagen, wie sich eine Arthrose entwickeln wird. Zwar gilt die Erkrankung bisher als unheilbar. Die Knorpelmasse, die einmal abgebaut ist, kann also nicht künstlich wieder aufgebaut werden. Doch das bedeutet nicht, dass es permanent bergab geht. In einer zusammenfassenden Auswertung von Studien mit mehr als 7000 Teilnehmenden zeigte sich, dass über einen Zeitraum von fünf bis acht Jahren etwa 85 Prozent der Befragten ungefähr gleichbleibende Schmerzen hatten und bei etwa acht Prozent die Schmerzen nachließen. Lediglich bei sieben Prozent der Befragten nahmen die Schmerzen während des Beobachtungszeitraums zu. In den allermeisten Fällen verläuft eine Arthrose also eher langsam. Betroffene können den Verlauf sogar günstig beeinflussen. Motivieren Sie einen Angehörigen, der e...

Behandlung

Je nach Art und Fortschreiten der Arthrose können Physiotherapie, Medikamente oder als letzte Maßnahme eine Operation zur Behandlung infrage kommen. Besonders wichtig in allen Stadien ist aber ein angepasster Alltag. Insbesondere eine optimale Ernährung und regelmäßige, maßvolle Bewegung sind entscheidend. Übergewichtige Personen sollten außerdem abnehmen. Denn jedes Kilo, das die Gelenke nicht zusätzlich belastet, ist gut. 10.06.2025 Arthrose: Symptome, Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten Arthrose: Symptome, Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten Medizin... Mehr lesen 14.07.2025 Pflegegrad bei Arthrose: Voraussetzungen, Leistungen, Antrag Pflegegrad bei Arthrose: Voraussetzungen, Leistungen, Antrag Jetzt Pflegegrad beantragen Marin...

Passende Ernährung

Nach der Diagnose Arthrose wird oft eine entzündungsarme Ernährung empfohlen. Damit können die meisten Menschen erstmal wenig anfangen. Folgendes ist damit gemeint. Inhalte auf dieses Themas

Entzündungsarme Ernährung

Bestimmte Inhaltsstoffe in der Nahrung sind dafür bekannt, entzündliche Prozesse im Körper zu fördern. Das kann sinnvoll sein, um das Immunsystem auf Trab zu halten. Bei Arthrose-Patienten ist es das aber nicht. Sie sollten möglichst entzündungsarm essen. Darauf können Betroffene und Angehörige achten.

Möglichst häufig essen

Manche Lebensmittel helfen, die Knorpelmasse im Körper zu stärken, Entzündungen zu vermeiden und Schmerzen zu lindern. Das sind vor allem: die Gewürze Kurkuma, Chili und Zimt sowie der Mix aus Kreuzkümmel, Koriander und Muskat Lebensmittel, die viel Omega-3-Fettsäuren enthalten, wie Leinöl, Algenöl und fettreicher Fisch, wie Lachs, Hering und Makrele Nahrungsmittel, die viel Kieselsäure enthalten, wie Haferflocken, Vollkornreis, Hirse und Topinambur Obst- und Gemüsesorten, die eine gute Kombination aus Nährstoffen enthalten, wie Gurken, Brokkoli, Blumenkohl, Meerrettich, Spinat, Knoblauch, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Blaubeeren und Orangen Calciumreiche Milchprodukte, wie Joghurt und Quark Getränke, die Antioxidantien enthalten, wie grüner Tee und schwarzer Kaffee Grundsätzlich sind Vollkornp...

Möglichst selten oder gar nicht essen

Auf manche Nahrungsmittel sollten Arthrose-Patienten möglichst dauerhaft verzichten, weil diese die Schmerzen verstärken können. Dazu gehören: Schweinefleisch, da dieses viel Arachidonsäure enthält, die Entzündungen fördert Alkohol Nikotin Nur selten auf den Teller kommen sollten: Knabberkram, wie Chips und gesalzene Nüsse Süßigkeiten, wie Schokolade oder Weingummi Weißmehlprodukte, wie heller Toast oder weiße Brötchen

Nahrungsergänzungsmittel

Manche Menschen hoffen, dass es reicht, statt die Ernährung umzustellen einfach verschiedene Vitamine und Mineralstoffe in Tablettenform zu sich zu nehmen. Nahrungsergänzungsmittel, kurz: NEM, versprechen eine optimale Versorgung, bessere geistige Fitness, schöne Haut, Haare und Nägel und manches mehr. Fakt ist, dass eine abwechslungsreiche und angepasste Ernährung viel besser ist als eine nur mäßig gesunde Ernährung, die mit ein paar Tabletten aufgehübscht wird. Eine Ausnahme stellt Vitamin D dar. Der Bedarf daran wird zu 80 bis 90 Prozent aus der Umwandlung von Sonnenlicht über die Haut gedeckt statt über die Nahrung. Weil die Haut aber mit zunehmendem Alter immer schlechter Vitamin D herstellen kann, gelten in Deutschland insbesondere Senioren als eher unterversorgt mit diesem Vitamin. ...

Naturheilmittel gegen Arthrose

Im Internet kursieren verschiedene Empfehlungen, welche Naturheilmittel gegen Arthrose helfen. Für die meisten davon gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Nachweise, ob sie tatsächlich etwas nützen. Manche können sogar schaden, vor allem wenn sie statt eines ärztlich verschriebenen Medikaments eingenommen werden. Je nach Stadium der Erkrankung kann aber zunächst ausprobiert werden, ob Naturheilmittel eine entzündungsarme Ernährung und konservative Therapien unterstützen können. Dafür kommen vor allem folgende in Betracht: Brennnesselblättertee (Urticae Folium) Extrakt aus Weidenrinde (Salicis Cortex) Extrakt aus Teufelskralle (Harpagophytum Radix) Kombinationen aus Pappel- und Eschenrinde sowie Goldrutenkraut Arnika, vor allem als Salbe Die Einnahme sollte grundsätzlich mit dem behan...

Maßvolle Bewegung

Sich mehr zu bewegen, erscheint vielen Menschen mit Arthrose erstmal nicht logisch, da die Gelenke ja sowieso schon weh tun. Eine Ruhigstellung des Gelenks hat aber zur Folge, dass der Knorpel kaum noch gefordert und mit Nährstoffen versorgt wird und somit noch schneller verschleißt. Moderate Bewegung ist deshalb viel sinnvoller, um die Beweglichkeit zu erhalten und die noch vorhandene Knorpelmasse bestmöglich zu versorgen. Dafür eignen sich vor allem Bewegungsvarianten, die die Gelenke nicht zu stark belasten. Optimal sind Radfahren, Tai Chi, Schwimmen und Wassergymnastik. In vielen Städten gibt es Kurse speziell für Menschen mit Arthrose. Bei entsprechender Indikation übernehmen die Krankenkassen meist zumindest für eine Weile die Kosten. Bei Bedarf können Bandagen genutzt werden, um Gel...

Arthrose in der Pflege

Inwiefern sich Arthrose im Alltag auf die Pflege auswirkt, ist vom Stadium der Erkrankung, vom sonstigen gesundheitlichen Zustand und von der persönlichen Schmerzwahrnehmung abhängig. Das Sozialleben, der Lebensstil und psychische Faktoren, wie Ängste, Sorgen und Stress, haben großen Einfluss darauf, wie sich die Beschwerden anfühlen und wie Betroffene damit umgehen können. Außerdem kommt es darauf an, ob die Arthrose gleichbleibend ist oder ob es zu schubweisen Verschlechterungen kommt. Etwa 40 Prozent der Betroffenen kennen akut auftretende Schmerzschübe. Wie lange diese dauern und wie oft sie auftreten, ist individuell verschieden. Oft sind aber stressige Episoden zumindest Mitauslöser eines Schubs. Wenn dies mehrfach vorgekommen ist, sollten der Alltag und die Pflege nach Möglichkeit s...

Hilfsmittel

Wenn Bewegungsabläufe zunehmend schwerer fallen, können passende Hilfsmittel oft weiterhelfen. Sofern die Arthrose bereits bei der Begutachtung für einen Pflegegrad vorlag, sollte der Gutachter oder die Gutachterin auch passende Hilfsmittel vorgeschlagen haben. Ist das nicht der Fall, können Betroffene und Angehörige sich auch später noch beraten lassen. Das ist beispielsweise in einem Pflegestützpunkt oder in der Facharztpraxis möglich. Bei einer Ergotherapie lässt sich der Umgang damit üben. Im (Online-)Sanitätsfachgeschäft lassen sich die Hilfsmittel kaufen oder ausleihen. 💡 Gut zu wissen: Viele Hilfsmittel werden von der Kranken- oder Pflegekasse komplett oder teilweise finanziert, wenn sie ärztlich verordnet werden. Unter bestimmten Bedingungen können auch Rentenversicherung, Sozialamt ...

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Angepasste Wohnung

Es ist grundsätzlich sinnvoll, das eigene Zuhause regelmäßig daraufhin zu überprüfen, ob noch alles zum aktuellen Alltag passt. Insbesondere für Pflegebedürftige mit Arthrose ist der kritische Blick auf langjährige Einrichtungsgegenstände sinnvoll.

Kleine Änderungen

Vielleicht können bestimmte Änderungen den Alltag für Betroffene und Pflegende deutlich erleichtern. Folgendes sollte auf den Prüfstand: Gibt es Stolperfallen? Niemand will gerne stürzen. Menschen mit Arthrose umso weniger. Daher sind faltenwerfende Teppiche, hohe Türschwellen und rutschige Böden unbedingt zu vermeiden. Schuhe, Bücher, Spielzeug und andere Kleinigkeiten sollten nicht im Weg liegen. Rutschhemmende Unterlagen, doppelseitiges Klebeband, Türschwellenrampen und ausreichend Regalplatz können recht schnell und günstig Abhilfe schaffen. Gibt es Haltegriffe? Überall dort, wo Stürze drohen, also insbesondere in der Dusche, in der Badewanne, bei der Toilette und im Flur, sollten Haltegriffe oder Handläufe angebracht sein. Auch eine Treppe, die zum Hauseingang führt, sollte ein Geländ...

Größere Umbauen

Manchmal ist es nicht mit Kleinigkeiten getan. Dann ist es sinnvoll, eine Wohnberatung in Anspruch zu nehmen, die ein Gesamtkonzept erstellt. Die Profis kennen sich aus und können oft auch Zuschüsse oder regionale Hilfen nennen, die sich nutzen lassen. 💡 Gut zu wissen: Für größere Umbauten , etwa für ein ebenerdiges Bad oder die Erneuerung des Fußbodens, gibt es Zuschüsse von der Pflegekasse (bis zu 4.180 Euro, neuer Stand 2025) und bei Bedarf einen günstigen Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (bis zu 50.000 Euro), unabhängig vom Alter. 08.07.2025 Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen: Beispiele, Antrag & Widerspruch Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen: Beispiele, Antrag & Widerspruch Jetzt kostenfreien Hausnotruf beantragen... Mehr lesen ...

Weitere Unterstützung

Versuchen Sie, den Alltag und die Pflege trotz der Erkrankung so leicht wie möglich zu gestalten. Manchmal ist dafür eine Umstellung notwendig, die dann perspektivisch deutlich weniger Schmerzen und mehr unbeschwerte Zeit ermöglicht. Doch nicht immer ist sofort klar, was überhaupt helfen könnte. Dann ist es sinnvoll, wenn Betroffene für eine Weile ein Schmerztagebuch führen und/oder sich mit anderen Betroffenen austauschen.

Schmerztagebuch

Zur besseren Einschätzung von Schmerzen kann es grundsätzlich sinnvoll sein, ein sogenanntes Schmerztagebuch zu führen. Dafür gibt es verschiedene Vorlagen, etwa für Knie-Arthrose (siehe Quellen). Darauf notieren Betroffene für mindestens zwei Wochen mehrmals am Tag ihr Befinden, insbesondere zu den Fragen: Wann und wo sind Schmerzen aufgetreten? Was wurde unmittelbar davor oder währenddessen gemacht? Wie stark war der Schmerz auf einer Skala von 1 bis 10? Wie war die weitere Entwicklung? Wurden Schmerzmittel genommen? Wenn ja, welche? Der eigenen Schmerzwahrnehmung eine Zahl zuzuordnen, fällt vielen Menschen zunächst schwer. Unter anderem weiß man ja nicht, wie schlimm es noch werden kann. Manche fragen sich auch, was andere ankreuzen würden und was nun „richtig“ ist. Entscheidend ist all...

Selbsthilfegruppen

Vielen Menschen hilft es, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden. Das gilt grundsätzlich und auch speziell für Arthrose-Patienten. Es zeigt deutlich auf: Ich bin nicht allein! Und der Austausch ermöglicht es auch, Ideen aufzugreifen, auf die man vielleicht selbst nicht gekommen wäre. Die meisten Gruppen treffen sich live, manche – teils ergänzend – auch online. Die Deutsche Arthrose Stiftung hat auf ihrer Webseite eine Liste mit Städten veröffentlicht, in denen es mindestens eine Arthrose-Selbsthilfegruppe gibt. Außerdem lässt sich in der Datenbank der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen ( NAKOS ) nach einer passenden Gruppe suchen. Die Deutsche Rheuma-Liga klärt an ihrem ...

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FAQ Section

Q: Was ist bei der Pflege einer Person mit Arthrose besonders zu beachten? A: Eine Arthrose bereitet Schmerzen in den betroffenen Gelenken. Dennoch ist es wichtig, dass Erkrankte sich ausreichend bewegen. Dazu müssen Pflegende die Betroffenen unter Umständen immer wieder motivieren. Aktivierende Pflege sollte stets angestrebt werden. Übergewichtige Patienten sollten außerdem abnehmen, um ihre Gelenke zu entlasten. Das lindert oft automatisch die Beschwerden. Beim gesunden Abnehmen können Pflegende helfen, indem sie beim Einkaufen und Zubereiten der Mahlzeiten unterstützen.

Q: Arthrose gilt als unheilbar. Kann ich überhaupt noch etwas tun? A: Eine Arthrose lässt sich nicht verhindern, indem man sich stets „richtig“ verhält. Doch manche Risikofaktoren lassen sich senken. Besonders wichtig ist: Bewegen Sie sich regelmäßig, aber belasten Sie Ihre Gelenke nicht übermäßig. Achten Sie auf eine abwechslungsreiche, schweinefleischarme Ernährung und streben Sie stets ein normales Gewicht an. Trinken Sie keinen oder nur wenig Alkohol und rauchen Sie nicht. Wenn Sie bereits eine Gelenkfehlstellung diagnostiziert bekommen haben, wie etwa einen Rundrücken, O- oder X-Beine, dann behandeln Sie diese konsequent so, wie ärztlich empfohlen. Machen Sie zum Beispiel passende Übungen oder tragen Sie Gelenkschoner. So können Sie einen übermäßigen Verschleiß minimieren.

Q: Kann man Arthrose vorbeugen? A: Eine Arthrose lässt sich nicht verhindern, indem man sich stets „richtig“ verhält. Doch manche Risikofaktoren lassen sich senken. Besonders wichtig ist: Bewegen Sie sich regelmäßig, aber belasten Sie Ihre Gelenke nicht übermäßig. Achten Sie auf eine abwechslungsreiche, schweinefleischarme Ernährung und streben Sie stets ein normales Gewicht an. Trinken Sie keinen oder nur wenig Alkohol und rauchen Sie nicht. Wenn Sie bereits eine Gelenkfehlstellung diagnostiziert bekommen haben, wie etwa einen Rundrücken, O- oder X-Beine, dann behandeln Sie diese konsequent so, wie ärztlich empfohlen. Machen Sie zum Beispiel passende Übungen oder tragen Sie Gelenkschoner. So können Sie einen übermäßigen Verschleiß minimieren.

Q: Kann man Arthrose und Arthritis gleichzeitig haben? A: Ja. Das kommt gar nicht so selten vor, denn ein Gelenkverschleiß (Arthrose) kann auch zu einer Entzündung im Gelenk (Arthritis) führen. Auch andersherum ist es möglich, dass eine Entzündung zu einer Ruhigstellung oder Fehlbelastung führt, was wiederum einen stärkeren Verschleiß zur Folge haben kann. Ob eine Entzündung vorliegt, merken Betroffene meist sehr gut daran, ob Kühlkompressen ihnen helfen. Bei reiner Arthrose ist Kälte unangenehm. Bei Entzündungen tut sie gut. Wenn beides vorliegt, sollte auch beides ärztlich behandelt werden. Eine entzündungsarme Ernährung und vorsichtige, gelenkschonende Bewegung, etwa im Wasser, helfen in beiden Fällen. Medikamente und weitere Therapien können vor allem gegen die Arthritis ebenfalls hilfreich sein.

Q: Welchen Pflegegrad bekommt man mit Arthrose? A: Die Einstufung in einen Pflegegrad hat nichts mit bestimmten Erkrankungen zu tun, sondern lediglich mit der Frage, ob eine Person dauerhaft, das heißt für mindestens sechs Monate, in ihrem Alltag auf ein Mindestmaß an Hilfe angewiesen sein wird. Ob das der Fall ist, wird in einem gesetzlich festgelegten Begutachtungsverfahren ergründet. Lesen Sie hier, wie der Antrag und das Verfahren grundsätzlich funktionieren.

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Andrea Russello - Gründer CareBoxx

Fachlich geprüft von Andrea Russello

Pflege-Experte & Gründer

Dieser Artikel wurde nach höchsten redaktionellen Standards verfasst und von unserem Pflege-Experten Andrea Russello inhaltlich sowie nach aktuellen Richtlinien (SGB XI) geprüft. CareBoxx garantiert unabhängige, verlässliche und praxisnahe Informationen für Pflegebedürftige und Angehörige.

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