Chronische Polyarthritis: Ursachen, typische Symptome & moderne Behandlungsmöglichkeiten
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Einleitung
Chronische Polyarthritis: Ursachen, typische Symptome & moderne Behandlungsmöglichkeiten Dipl. Ges. Oec. (FH) Jennifer Ann Lorenz Medizin- und Pflegejournalistin Aktualisiert 2026
Das Wichtigste in Kürze
Die chronische Polyarthritis und die rheumatoide Arthritis sind dasselbe. Bei der chronischen Polyarthritis handelt es sich um die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Patienten klagen vor allem über Schwellungen und Schmerzen an den Gelenken, die den Alltag deutlich erschweren können. Bei der Diagnostik kommen bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchungen oder das Röntgen zum Einsatz. Die Behandlung setzt sich aus Medikamenten und physiotherapeutischen Interventionen zusammen. Der Tabakkonsum kann die Krankheitsentstehung begünstigen. Chronische Polyarthritis, auch rheumatoide Arthritis genannt, ist eine Autoimmunerkrankung, die zu Entzündungen im Körper führt. Betroffen sind hauptsächlich die Gelenke, aber auch Sehnenscheiden, Organe und Schleimbeutel kann die Krankheit in Mitl...
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Krankheiten-Übersicht
Global betrachtet gibt es 30.000 verschiedene Erkrankungen. Je nach Ausprägung und Verlauf können sie verschiedene Beschwerden hervorrufen und den Einsatz unterschiedlicher Therapieansätze nötig machen. Demenz Schlaganfall Herzinfarkt Diabetes Epilepsie Multiple Sklerose Krankheiten Hier sind weitere Beispiele: Demenz Diabetes Schlaganfall Dysphagie Nesselsucht Alzheimer Schuppenflechte Gicht Depression Dekubitus COPD Arthritis Parkinson Infektionskrankheiten Chronische Wunden Osteoporose Herzinfarkt Epilepsie Frailty Syndrom Lungenfibrose Fibromyalgiesyndrom Inkontinenz Stoma Psychische Erkrankung Aggression Angststörung Arthrose Multiple Sklerose MRSA Thrombose ALS Kinderdemenz Mukoviszidose Chorea Huntington Altersdepression Delir FOP Morbus Fabry Morbus Fahr...
Was ist Polyarthritis?
Die rheumatoide Arthritis stellt die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung dar. Hierzulande ist noch immer das Synonym chronische Polyarthritis weit verbreitet. Dieser Begriff gibt erste Hinweise darauf, worum es sich bei der Erkrankung handelt. Zunächst deutet chronisch darauf hin, dass ein lang andauernden Krankheitszustand vorliegt. Der Zusatz Poly drückt aus, dass die rheumatoide Arthritis viele Gelenke betrifft Poly stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie viel. Da die Erkrankung weltweit eine große Anzahl an Menschen betrifft, ist eine internationale Bezeichnung wichtig hier hat sich rheumatoide Arthritis durchgesetzt. Polyarthritis bezeichnet einen chronischen Fall von rheumatoider Arthritis, bei dem mindestens 5 oder mehr Gelenke betroffen sind. Dabei ...
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Wie viele Menschen sind von einer rheumatoiden Arthritis betroffen?
In Deutschland leiden rund 700.000 Menschen im Erwachsenenalter an Polyarthritis. Das entspricht etwa 0,8 bis 1,2 % der erwachsenen Gesellschaft. Was auffällt: Frauen leiden ungefähr dreimal häufiger an der Erkrankung, als Männer. Untersuchungen zeigen zudem, dass in den letzten Jahren deutlich mehr Menschen die Diagnose chronische Polyarthritis erhalten haben. Ein Grund könnte die zunehmend älter werdende Bevölkerung sein. Die Krankheit tritt in der Regel nach dem 50. Lebensjahr auf, wobei auch deutlich jüngere Menschen, sogar Kinder, davon betroffen sein können. Im Kindesalter erkranken ebenfalls mehr Mädchen als Jungen. Abbildung 1: Polyarthritis (Rheumatoide Arthritis) in Zahlen. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. Abbildung 1: Polyarthritis (Rheumatoide Arthritis) i...
Chronische Polyarthritis: die Symptome
Die Symptome einer chronischen Polyarthritis ähneln denen einer Arthritis schließlich kommt es bei beidem zu Entzündungsgeschehen in den Gelenken. Ihr Familienmitglied kann zu Beginn der Erkrankung zunächst unspezifische Beschwerden empfinden. Dazu zählen Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, erhöhte Temperatur oder leichtes Fieber sowie Schlafstörungen und nächtliches Schwitzen. Dazu kommen die typischen Beschwerden, die sich über Wochen und Monate entwickeln oder zunehmen können. Klassische Symptome einer chronischen Polyarthritis sind: Gelenkschmerzen: Insbesondere im Ruhezustand berichtet Ihr Angehöriger von Schmerzen in den Gelenken, wobei Druck oder das Beugen sowie das Strecken die Symptome verstärken. Besonders betroffen sind das Handgelenk, Zehengrundgelenk, Fingergrundgelen...
Symptome bei Polyarthritis: Wann sollte ich zum Arzt?
Schmerzende Gelenke sind nichts, womit Ihr Angehöriger sich im Alter abfinden muss. Unabhängig davon, ob es sich womöglich um eine Arthritis oder doch um eine Arthrose handelt, ist ein frühzeitiger Arztbesuch wichtig. So erhält Ihr Familienmitglied ein angepasstes Schmerzmanagement und weitere wichtige Therapieangebote. Vereinbaren Sie einen Arzttermin, auch wenn bisher nur einzelne Gelenke betroffen sind. Schließlich gibt es bei einer rheumatoiden Arthritis die Gefahr, dass die Entzündungsherde auf weitere Gelenke übergreifen. So können neben den Fingergelenken nach und nach Sprunggelenke, Kniegelenke und sogar die Halswirbelsäule betroffen sein. Ein rechtzeitiger Arztbesuch kann dafür sorgen, dass Ihrem Familienmitglied zusätzliche Beschwerden zunächst oder dauerhaft erspart bleiben. 0...
Polyarthritis: Ursachen
Die Ursachen einer Polyarthritis sind bis zum heutigen Zeitpunkt nicht genau geklärt. Wie bei anderen Formen der Arthritis auch, gehen Mediziner davon aus, dass Vererbung und genetische Faktoren eine gewisse Rolle spielen. Darüber hinaus kann Polyarthritis eine Begleiterscheinung verschiedener Krankheiten bzw. Infektionskrankheiten sein. Dazu zählen: Ross-River-Fieber Tuberkulose Morbus Whipple Morbus Crohn Colitis ulcerosa Zudem ist bekannt, dass es sich bei der chronischen Polyarthritis um eine Autoimmunkrankheit handelt. Das heißt, dass das körpereigene Immunsystem die eigenen Zellen angreift. In diesem Fall sind hauptsächlich die Knorpel betroffen, woraufhin Entzündungen entstehen, welche wiederum die Symptome der Polyarthritis hervorrufen. Tabakkonsum ist übrigens ein entscheidender R...
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Chronische Polyarthritis: Diagnose
Eine frühzeitige Behandlung kann Spätfolgen wie Gelenkverformungen und Folgeerkrankungen verhindern. Im besten Fall wird eine rheumatoide Arthritis deshalb innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Beschwerden diagnostiziert. Gerade unspezifische Symptome wie nächtlichen Schwitzen, Erschöpfung und Schlafstörungen können allerdings auf viele Erkrankungen hindeuten. Um einer chronischen Polyarthritis auf die Spur zu kommen, ist deshalb eine Mischung aus einer Eigenbeobachtung bzw. Ihrer Beobachtung und diagnostischen Verfahren besonders vielversprechend. Zur Diagnose einer chronischen Polyarthritis gibt es folgende Schritte: Inhalte dieses Themas...
1. Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)
In einem ersten Schritt führt der behandelnde Mediziner ein Arzt-Patienten-Gespräch. Hierbei geht es darum, herauszufinden, welche Symptome bestehen, an welchen Körperstellen sich diese äußern und wie lange Ihr Familienmitglied die Beschwerden bereits verspürt. Außerdem erkundigt sich der Mediziner, ob es in der Familie Ihres Angehörigen bereits Menschen mit einer entzündlichen Gelenkerkrankung gibt.
2. Körperliche Untersuchung
In diesem Schritt macht sich der Arzt ein eigenes Bild von den Beschwerden. Er untersucht die entsprechenden Regionen auf Krankheitsanzeichen wie Schwellungen, Überwärmungen, Gelenkverformungen oder Rheumaknoten. Hinweise auf eine frühe Form der chronischen Polyarthritis können weiche Gelenkschwellungen sein, die in mehr als zwei Gelenken für sechs Wochen oder länger bestehen. Ein Beschwerdebild über beide Körperhälften und eine begrenzte Morgensteifigkeit sind ebenfalls Anzeichen.
3. Blutuntersuchung
Blutuntersuchungen können wertvolle Hinweise zum Gesundheitszustand Ihres Familienmitglieds geben. Entzündungen lassen sich beispielsweise mit einer Erhöhung der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit oder des C-reaktiven Proteins (CRP) nachweisen. Doch Achtung: Das ist kein gezielter Nachweis einer Arthritis, sondern lediglich eines Entzündungsgeschehens, das auch bei vielen anderen Erkrankungen vorliegen kann. Spezifischer wird es mit dem Nachweis der Autoimmunreaktion, die mit Antikörpertests möglich ist. Die überwiegende Mehrheit der Patienten mit chronischer Polyarthritis weist Rheumafaktoren im Blut auf. Doch auch hier gilt: Ein sicheres Indiz für die Erkrankung sind sie nicht, da sie auch bei anderen Krankheiten und bei gesunden Menschen vorliegen können. Die Antikörper gegen cyclisc...
4. Ultraschalluntersuchung
Je nach Ausgangslage kann der Mediziner bei Ihrem Angehörigen eine Ultraschalluntersuchung anordnen. Hier werden Gelenkergüsse und das Rheumagewebe sichtbar. Außerdem kann der Arzt damit Informationen zur Gelenkzerstörung sammeln. Um feststellen zu können, wie stark die Schäden bereits sind, ist jedoch eine Röntgenuntersuchung wichtig.
5. Weitere bildgebende Verfahren
Die elementarste bildgebende Diagnostik bei Polyarthritis beruht auf der sogenannten 3-Phasen-Sklettszintigraphie. Dabei injizieren Mediziner Patienten eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz in die Armvene. Das Arzneimittel sammelt sich daraufhin in den Weichteilen und im Knochensystem die ausgesendete Strahlung ermöglicht ein Untersuchungsbild und damit die Veranschaulichung von Knochenstoffwechselveränderungen. Bei der 3-Phasen-Skelettszintigraphie werden dazu frühe (direkt nach der Verabreichung) und späte Aufnahmen (nach mehreren Stunden) angefertigt. In manchen Fällen ordnen Mediziner auch andere aufwändige Bildgebungsverfahren wie eine Magnetresonanztomographie an. Sie kann beispielsweise die Frage beantworten, ob die Entzündungen bereits die obere Halswirbelsäule erreicht ...
Behandlungsmöglichkeiten bei Polyarthritis
Eine chronische Polyarthritis ist nicht heilbar. Deshalb konzentrieren sich die Behandlungsansätze darauf, den Krankheitsfortschritt auszubremsen und die Schmerzen zu lindern. Dazu gibt es verschiedene Ansätze: Medikamentöse Behandlung: Zu Beginn der Erkrankung können entzündungshemmende Medikamente wie Kortison dabei helfen, die Entzündungen in den Griff zu bekommen. Aufgrund des Nebenwirkungsprofils von Kortison ist das aber keine Dauerlösung, auch wenn die Medikamente Schmerzen und Schwellungen effektiv bekämpfen. Grundsätzlich ist bei einer chronischen Polyarthritis die Einstellung mit sogenannten Basismedikamenten wie Methotrexat (MTX) wichtig. Sie dienen dazu, das Immunsystem zu besänftigen, allerdings lässt die Wirkung einige Wochen auf sich warten. Eine besondere Form der Basismedi...
Chronische Polyarthritis: Verlauf und Prognose
Meistens beginnt die Erkrankung an den Gelenken der Finger, der Hand oder der Zehen. Manchmal berichten Patienten auch davon, dass sich die chronische Polyarthritis zuerst an den Ellbogen, Knien oder Knöcheln zeigte. Typisch ist, dass die Erkrankung beide Körperhälften betrifft. Wie es dann für Patienten weitergeht, ist sehr unterschiedlich. Um mehr über den Verlauf herauszufinden, wurden in einer Studie Menschen mit chronischer Polyarthritis befragt. Sie berichteten zehn Jahre nach Ausbruch der Erkrankung von folgenden Beeinträchtigungen: beinahe 50 % der Befragten hatten leichte Einschränkungen etwa 40 % besaßen mittelschwere Einschränkungen 10 % waren mit erheblichen Einschränkungen im Alltag konfrontiert Bei der Befragung ging es übrigens um typische Aufgaben im Alltag, wie das Aufsteh...
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Kann ich einer chronischen Polyarthritis vorbeugen?
Einer chronischen Polyarthritis gezielt vorzubeugen, fällt schwer. Schließlich ist bisher nicht abschließend geklärt, welche Ursachen zu der Erkrankung führen. Was aber feststeht, ist, dass Rauchen ein entscheidender Risikofaktor ist. Zur Vorbeugung bewirken Sie am besten, dass Ihr Angehöriger einem sofortigen Rauchstopp nachgeht oder erst gar nicht mit dem Rauchen anfängt. Außerdem kann es nicht schaden, das Immunsystem zu unterstützen. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Familienmitglied regelmäßig bewegt, sich abwechslungsreich ernährt und genügend schläft. Lassen Sie den Impfstatus prüfen und bestärken Sie Ihren Angehörigen darin, auf Alkohol weitestgehend zu verzichten. FAQ Häufige Fragen zu chronischer Polyarthritis Sind eine chronische Polyarthritis und rheumatoide Arthritis das gleic...
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FAQ Section
Q: Sind eine chronische Polyarthritis und rheumatoide Arthritis das gleiche? A: Die rheumatoide Arthritis stellt die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung dar. Im deutschsprachigen Raum wird die rheumatoide Arthritis häufig noch chronische Polyarthritis genannt.
Q: Was passiert bei einer chronischen Polyarthritis? A: Bei einer chronischen Polyarthritis kommt es zu andauernden Gelenkentzündungen. Patienten berichten über Schmerzen, Schwellungen und Morgensteifigkeit.
Q: Wie beginnt chronische Polyarthritis? A: In einer frühen Krankheitsphase können Betroffene unspezifische Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Schlafstörungen oder nächtliches Schwitzen zeigen. Die Gelenkbeschwerden treten häufig zunächst an den Finger- oder Zehengelenken auf.
Q: Wie kann man einer chronischen Polyarthritis vorbeugen? A: Bis heute sind die Ursachen einer chronischen Polyarthritis nicht abschließend geklärt. Allerdings scheint der Tabakkonsum ein entscheidender Risikofaktor zu sein. Die beste Vorbeugung besteht also darin, nicht zu rauchen.
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