Prävention im Alter
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Prävention: Vorsorgemaßnahmen in der häuslichen Pflege

Umfassende und verlässliche Informationen für den Pflegealltag.

Prävention: Vorsorgemaßnahmen in der häuslichen Pflege


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Einleitung

Prävention: Vorsorgemaßnahmen in der häuslichen Pflege Dipl. Ges. Oec. (FH) Jennifer Ann Lorenz Medizin- und Pflegejournalistin Aktualisiert 2026

Das Wichtigste in Kürze

Die Prävention setzt vor und nach Krankheitsbeginn an. Präventive Maßnahmen verfolgen das Ziel, Erkrankungen und damit einhergehenden Schädigungen vorzubeugen. In der häuslichen Pflege gibt es viele Gelegenheiten, Präventionsmaßnahmen umzusetzen, zum Beispiel beim Thema Bewegung oder Ernährung. Pflegende Angehörige erfahren beim behandelnden Hausarzt oder bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mehr über Prävention. Das Wichtigste in Kürze Was ist Prävention? Was bringen präventive Maßnahmen im Pflegefall? Präventionsmaßnahmen im Überblick: so sieht Prävention im Pflegealltag aus 5 Tipps für eine gelungene Prävention im Pflegeumfeld Wo erhalte ich Hilfe bei der Prävention von Erkrankungen? Verwandte CareBoxx Ratgeber Aspirationsprophylaxe Dekubitusprophylaxe...


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Was ist Prävention?

Die Prävention als Oberbegriff fasst verschiedene Maßnahmen zusammen, die den Blick auf die zukünftige gesundheitliche Situation werfen. Sie alle haben das Ziel, gesundheitlichen Schädigungen oder Krankheiten vorzubeugen. Außerdem dienen die Maßnahmen dazu, das Erkrankungsrisiko zu senken oder einen verzögerten Eintritt zu bewirken. Die Präventionsmaßnahmen lassen sich hinsichtlich des Einsatzzeitpunktes (primäre, sekundäre und tertiäre Prävention) oder nach Ansatzart (Verhaltensprävention oder Verhältnisprävention) einordnen....

Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention

Vielleicht haben Sie im Zusammenhang mit der Prävention bereits von primären, sekundären oder tertiären Ansätzen gehört. Entscheidend ist hier, zu welchem Zeitpunkt die präventiven Maßnahmen eingesetzt werden. Primäre Prävention: Hier geht es darum, bei Ihrem Angehörigen zu verhindern, dass überhaupt eine Krankheit entsteht. Für die primäre Prävention eignen sich viele Volkskrankheiten wie Diabetes , Herzinfarkt oder Schlaganfall Auch psychische Erkrankungen wie Altersdepressionen oder Angststörungen können oftmals durch eine gesundheitsbewusste Lebensweise vermieden, herausgezögert oder günstig beeinflusst werden. Sekundäre Prävention : Hierbei richtet sich der Fokus auf die Früherkennung von Erkrankungen. Das Ziel ist, Krankheiten frühestmöglich zu erkennen und zu behandeln. Die Grenzen ...

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Was bringen präventive Maßnahmen im Pflegefall?

Ihr Familienmitglied hat bereits Krebs , Gicht oder eine Lungenfibrose ? Dann fragen Sie sich bestimmt, was in dem Fall präventive Maßnahmen bringen. Dadurch, dass die Prävention in unterschiedlichen Zeitabschnitten ansetzt, also vor oder nach dem Krankheitseintritt, können sich die positiven Effekte in (fast) allen Lebenslagen zeigen. Stellen Sie sich vor, Ihr Angehöriger wird durch eine Infektionskrankheit wie eine Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Mediziner und Pflegekräfte ergreifen nun präventive Maßnahmen, um eine Ansteckung mit MRSA , einem multiresistenten Keim, zu verhindern dazu gehören die Basishygiene und unter Umständen ein Testverfahren. Nach der Diagnostik von Krankheiten und Hautveränderungen wie Schuppenflechte oder Ekzemen können die Vermeidung von Genussmi...

Verhaltensprävention: Ihr Angehöriger wirkt mit

Es gibt Krankheiten, bei denen die genetische Veranlagung eine erhebliche Rolle spielt. Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) zählt zu den neurodegenerativen Erkrankungen Patienten erleiden dabei eine fortschreitende Lähmung der Muskulatur. Etwa 10-15 % der Fälle treten dabei familiär gehäuft auf. Die genetische Veranlagung als Risikofaktor können Sie nicht verändern. Allerdings ist eine große Anzahl an Erkrankungen nicht vorherbestimmt, auch trotz einer eher ungünstigen Veranlagung. Vielmehr erwirbt Ihr Familienmitglied die Krankheit im Laufe des Lebens. Das gibt Ihnen als pflegenden Angehörigen die Möglichkeit, präventiv tätig zu werden. Entscheidend ist aber auch das Mitwirken Ihres Familienmitglieds. Das Stichwort ist hier Verhaltensprävention. Beteiligt sich Ihr Angehöriger an präven...

Häusliche Pflege: Bei welchen Krankheiten bietet sich Prävention an?

Präventive Maßnahmen bieten sich beinahe bei allen Krankheiten an. Denken Sie beispielsweise an die Primärprävention hier können Impfungen sinnvoll sein, um Erkrankungen wie Hepatitis B zu verhindern. Selbst im hohen Alter sind gynäkologische Untersuchungen im Rahmen der Sekundärprävention wichtig, um Krankheiten früh diagnostizieren zu können. Patientenschulungen im Sinne der Tertiärprävention bieten sich besonders gut im Pflegefall an, zum Beispiel bei Diabetes. Viele pflegende Angehörige beschäftigen sich auch bei Erkrankungen wie Arthrose , Alzheimer oder Demenz mit dem Thema Prävention. Einen besonderen Stellenwert hat diese auch bei einer vorliegenden Osteoporose , Thrombose oder bei chronischen Wunden hier dienen Maßnahmen vor allem dazu, einer Verschlechterung des Gesundheitszu...

Präventionsmaßnahmen im Überblick: so sieht Prävention im Pflegealltag aus

Die Prävention umfasst ein Bündel an verschiedenen, zielgerichteten Maßnahmen auf den ersten Blick können sich viele Menschen aber darunter wenig vorstellen. Folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie präventive Maßnahmen bei Erkrankungen oder Auffälligkeiten wie Dekubitus oder dem Frailty Syndrom (Gebrechlichkeit) aussehen können. Präventive Maßnahme Beschreibung Geeignet für Dekubitusprophylaxe Druckgeschwüre kommen im Pflegealltag, insbesondere bei bettlägerigen Patienten, häufig vor. Die Dekubitusprophylaxe umfasst die Erkennung von Risikofaktoren, Maßnahmen wie spezielle Lagerungstechniken und die Kontrolle der Hautbeschaffenheit. Dekubitusgefährdete Menschen, insbesondere bei Bettlägerigkeit. Immunsystem-Prävention Ein starkes Immunsystem schützt Ihren Angehörigen vor Erkrankungen. Präventi...

5 Tipps für eine gelungene Prävention im Pflegeumfeld

Präventive Maßnahmen können das Wohlbefinden Pflegebedürftiger, insbesondere auf lange Sicht, verbessern. Sie als pflegender Angehörige haben die Möglichkeit, sich dabei entscheidend zu engagieren. Mit unseren Tipps setzen Sie Präventionsmaßnahmen schnell und einfach im Pflegealltag um. Sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt: Einige präventive Maßnahmen wie die Sturzprävention oder die Obstipationsprophylaxe eignen sich für alle Pflegebedürftigen. Bringt Ihr Angehöriger spezielle Risikofaktoren mit oder wurde bei ihm bereits eine Erkrankung diagnostiziert, kann es sinnvoll sein, die Präventionsmaßnahmen auszubauen. Der behandelnde Arzt kennt Ihren Angehörigen und kann Sie über empfehlenswerte Aufgaben im Pflegealltag informieren. Er kann Ihnen beispielsweise dazu raten, bei einer Inkontine...

Wo erhalte ich Hilfe bei der Prävention von Erkrankungen?

Wenn Sie sich über Prävention erkundigen möchten, haben Sie dafür verschiedene Möglichkeiten. Vereine, Fachgesellschaften, Institute und Krankenkassen klären regelmäßig über präventive Maßnahmen auf. Wichtige Informationen erhalten Sie beispielsweise auch durch Pflegekurse für Angehörige , Gespräche mit dem Haus- oder Facharzt oder durch eine Pflegeberatung . Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist ebenfalls eine gute Anlaufstelle. Folgende Präventionsbroschüren können Sie beispielsweise einsehen: Leben in Balance Seelische Gesundheit von Frauen Aktiv sein für mich/Auswirkungen von Bewegung auf die psychische Gesundheit von Frauen Männer in Bewegung! Auswirkungen von Bewegung auf die psychische Gesundheit bei Männern Männergesundheitsbericht des RKI Krebs vorbeugen...

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FAQ Section

Q: Welche drei Formen der Prävention gibt es? A: Experten unterscheiden drei verschiedene Präventionsformen. Die Primärprävention setzt vor Krankheitsbeginn an, die Sekundärprävention hingegen im Frühstadium einer Erkrankung und die Tertiärprävention bei manifestierten Erkrankungen.

Q: Wobei hilft die Prävention? A: Prävention hilft dabei, Krankheiten oder gesundheitliche Schädigungen zu vermeiden. Durch gezielte Maßnahmen kann das Krankheitsrisiko entscheidend sinken.

Q: Warum ist Prävention auch in der Pflege wichtig? A: In Pflegesituationen befinden sich oft ältere Menschen mit Gesundheitsproblemen. Mit präventiven Maßnahmen können weitere Erkrankungen oder Rückfälle vermieden werden. Außerdem steigt so das Gesundheitsbewusstsein bei Pflegebedürftigen.

Q: Sind Präventionsmaßnahmen auch für Pflegende geeignet? A: Unbedingt, denn auch pflegende Angehörige können verschiedene Risikofaktoren mitbringen. Außerdem fühlen sie sich nicht selten durch die Pflegesituation überlastet, Stress ist ein entscheidender Risikofaktor für viele Erkrankungen.

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Andrea Russello - Gründer CareBoxx

Fachlich geprüft von Andrea Russello

Pflege-Experte & Gründer

Dieser Artikel wurde nach höchsten redaktionellen Standards verfasst und von unserem Pflege-Experten Andrea Russello inhaltlich sowie nach aktuellen Richtlinien (SGB XI) geprüft. CareBoxx garantiert unabhängige, verlässliche und praxisnahe Informationen für Pflegebedürftige und Angehörige.

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