Prävention in der Pflege für Pflegebedürftige & pflegende Angehörige
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Einleitung
Prävention in der Pflege für Pflegebedürftige & pflegende Angehörige Vivian Koerl Redaktionsleitung bei 'CareBoxx' Aktualisiert 2026
Das Wichtigste in Kürze
Erschwernisse in der selbständigen Lebensführung sollen durch Präventionsmaßnahmen in der Pflege verhindert oder hinausgezögert werden Variable Arten der Prävention dienen auch als Alltagserleichterung und Hilfe zur Selbsthilfe Der Stellenwert der Prävention in der Pflege ist hoch Prävention ist auch in Bezug auf pflegende Angehörige & professionell Pflegende wichtig Das Wichtigste in Kürze Was bedeutet Prävention in der Pflege Definition Arten der Prävention in der Pflege Stellenwert der Prävention in der Pflege Prävention für pflegende Angehörige und professionell Pflegende Verwandte CareBoxx Ratgeber Aspirationsprophylaxe Dekubitusprophylaxe Exsikkoseprophylaxe Intertrigoprophylaxe Kontrakturprophylaxe Obstipationsprophylaxe Parotitisprophylaxe Pneumonieprophylaxe Sturzpr...
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Was bedeutet Prävention in der Pflege Definition
Menschen haben Bedürfnisse, die sie bei zunehmendem Alter oder durch Krankheiten mitunter nicht mehr alleine erfüllen können . Dann entsteht ein Betreuungs- und Pflegebedarf , der durch weitere Personen, beispielsweise Angehörige oder Pflegekräfte unterstützt werden muss. Eine gute Gesundheitsfürsorge kann den Zeitpunkt von Hilfe- und Pflegebedarf bestmöglich hinauszögern. Doch auch bereits beginnende Einschränkungen lassen sich durch präventive Übung und geeignete Therapien in ihrer Ursache reduzieren. Durch Prävention soll die Gesundheitsfürsorge in der Pflege so aufgebaut werden, dass gesundheitliche Probleme, körperliche und geistige Einschränkungen sowie andere Erschwernisse in der selbständigen Lebensführung bestmöglich verhindert oder in ihrem Voranschreiten aufgehalten werden . Der...
Kurz erklärt - Prävention in der Pflege
Quelle: Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP)
Arten der Prävention in der Pflege
Die Einteilung der Präventionsmaßnahmen wird nach verschiedenen Gesichtspunkten gegliedert, bei denen jedoch manche Übergänge fließend sind. So können Maßnahmen der Prävention nach dem Zeitpunkt, dem Ziel oder der Methode eingeteilt werden. Thema dieses Abschnitts
Präventionsmaßnahmen nach dem Zeitpunkt primär, sekundär, tertiär
Präventionsmaßnahmen nach dem Zeitpunkt werden in die drei Bereiche primär, sekundär und tertiär eingeteilt. Primäre Präventionsmaßnahmen Unterscheidungen nach dem Zeitpunkt der Prävention beginnen bei primären Maßnahmen. Sie sollen helfen eine Erkrankung aufzuhalten, die Entstehungsursache möglichst reduzieren oder beseitigen. Auch können sie hilfreich sein, um eine körpereigene Stärkung zu erzielen. Hierzu zählen beispielsweise: Impfungen, die Vermeidung von Risikofaktoren (Verzicht auf Alkohol- und Tabakkonsum) und die Berücksichtigung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen, wie guter Ernährung und ausreichender Schlaf. Sekundäre Präventionsmaßnahmen Sekundäre Prävention wird vor allem im Bereich der Erkennung von Krankheitsfrühstadien eingesetzt. So fördern Vorsorgeuntersuchungen und Sc...
Präventionsmaßnahmen nach dem Ziel Verhaltensprävention & Verhältnisprävention
Verhaltensprävention und Verhältnisprävention sind nach ihren Zielen ausgerichtete Präventionsmaßnahmen, die direkt (Verhaltensprävention) oder indirekt (Verhältnisprävention) eingesetzt werden. Die direkte Prävention beeinflusst das Verhalten des Betroffenen, beispielsweise durch die Motivation zu angemessenem Sport bei Bewegungsarmut, durch die Motivation zum Verzicht von Tabak- oder Alkoholkonsum oder durch die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten. Die Ernährung kann bei externer Versorgung (z.B. durch Essen auf Rädern oder die Betreuung durch eine Haushaltshilfe und pflegende Angehörige) auch zu einer Verhältnisprävention werden. Die Verhältnisprävention verändert das Umfeld des Betroffenen, um diesem durch die Bereitstellung von gesundheitsförderlichen Alternativen gegenüber ungesun...
Präventionsmaßnahmen nach der Methode Aufklärung, Beratung, Erziehung und Bildung
Die Maßnahmen zur Prävention nach Methode umfassen Vorgehensweisen zu Aufklärung, Beratung, Erziehung und Bildung. So kann beispielsweise durch die Information zur passenden Ernährung, zum richtigen Umgang mit Beschwerden/Erkrankungen und deren Vermeidung eine gute Prävention umgesetzt werden. Auch zu Maßnahmen der Selbstfürsorge, die durch Übung und Training die Eigenständigkeit eines Menschen erhalten helfen, zählen zu Präventionsmaßnahmen nach der Methode. Angebot
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Stellenwert der Prävention in der Pflege
Mit der steigenden Lebenserwartung der Menschen in Deutschland erhöht sich auch die Zahl der Senioren, die in Teilen oder vollständig betreut und gepflegt werden müssen. Doch auch die Zahl der Senioren, die weitestgehend gesund, selbstständig und selbstbestimmt ihr Leben bis ins hohe Alter leben, ist nachhaltig gestiegen. Damit Menschen auch bei ersten Beschwerden und Erkrankungen bestmöglich eigenständig bleiben können, sind gute Präventionsmaßnahmen sinnvoll. Prävention kann die Gesundheit nachhaltig fördern, die Selbständigkeit möglichst lange erhalten und die Erfordernisse von Pflegebedarf bestmöglich hinauszögern. Hierdurch werden nicht nur die betroffenen Senioren und chronisch Kranken in ihrer Eigenständigkeit unterstützt, sondern pflegende Angehörige und Pflegekräfte in der häuslic...
Prävention für pflegende Angehörige und professionell Pflegende
Die Pflege von Angehörigen ist für den Pflegenden mit hohen körperlichen und psychischen Anforderungen verbunden. Entsprechend wichtig ist die Selbstfürsorge von pflegenden Angehörigen, um sich in der Tätigkeit für den Pflegebedürftigen nicht zu überlasten. Dies beginnt beispielsweise bei der Teilnahme an Kursen für pflegende Angehörige, um sich entsprechend den konkreten Ansprüchen in der Pflegesituation beraten zu lassen: richtiges Heben oder Umsetzen, Nutzung von Pflegehilfsmitteln (Liftern, Umsetzhilfen), richtiger Einsatz von Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch optimale Abläufe für die Körperpflege, z.B. Mundhygiene , Einbeziehung des Pflegebedürftigen in den Pflegealltag und Aktivierung u.a.. Prävention im Rahmen der Pflege sorgt nicht nur für eine erhöhte Selbständigkeit des Pflegebedü...
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FAQ Section
Q: Was ist Prävention in der Pflege? A: Als Prävention in der Pflege gelten alle Maßnahmen, mit denen Erkrankungen und Beschwerdebilder gemildert werden, um die Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen zu erhalten oder zu erhöhen. Auch Maßnahmen zur Verhinderung der Entwicklung von Folgeerkrankungen zählen zu den Präventionsmaßnahmen.
Q: Ist Prävention auch bei bereits eingetretener Pflegebedürftigkeit sinnvoll? A: Prävention macht auch bei vorliegender Pflegebedürftigkeit Sinn. Es ist eine optimale Ergänzung zu Reha-Maßnahmen, zur Wiederherstellung von Fähigkeiten und Fertigkeiten. Präventionsmaßnahmen dienen dabei als Hilfestellung gegen die Verschlechterung vorliegender Beschwerden sowie zur Vermeidung von Folgeerkrankungen.
Q: Sollten auch pflegende Angehörige Präventionsmaßnahmen durchführen? A: Je mehr eine pflegebedürftige Person noch selbst kann, umso leichter ist die Pflege für die Pflegenden. Da die Pflege von Angehörigen mental und körperlich jedoch immer anstrengend ist, können schon geringe Entlastungen einen Unterschied machen und beispielsweise ein Burnout bei den Pflegenden verhindern helfen. Daher sollten Sie als pflegende Angehörige auch selbst auf Prävention achten und einen regelmäßigen Ausgleich für das Auffüllen der eigenen Energiereserven suchen.
Q: Gibt es Prävention gegen Gewalt in der Pflege? A: Gewalt hat in der Pflege vielfältige Gesichter, die durch gezielte Prävention nachhaltig reduziert werden kann. Dabei umschreibt die Bezeichnung Gewalt nicht allein die körperliche Gewalt durch Schläge, sondern auch durch das Zufügen von Schmerzen durch falsche und rücksichtslose Behandlung oder psychische Gewalt, beispielsweise durch Respektlosigkeit, durch Einschränkung von Freiheiten und vorenthaltene Hilfe oder Vorschriften der Bevormundung (Zwingen). Achtsamer und respektvoller Umgang, die Berücksichtigung von Absprachen mit dem Pflegebedürftigen und das Erlernen der richtigen Behandlung (physisch wie psychisch bei besonderen Bedürfnissen) sind somit gleichermaßen Prävention und Hilfestellung im Pflege-Alltag.Mehr zum Thema Gewalt in der Pflege
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