Förderung Harnkontinenz: Expertenstandard & Tipps für Angehörige
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Einleitung
Förderung Harnkontinenz: Expertenstandard & Tipps für Angehörige Dipl. Ges. Oec. (FH) Jennifer Ann Lorenz Medizin- und Pflegejournalistin Aktualisiert 2026
Das Wichtigste in Kürze
Bei einer Harninkontinenz können Pflegebedürftige ihre Blase nur unzureichend oder gar nicht mehr kontrollieren. Der Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz gibt Pflegefachkräften Informationen an die Hand, um Patienten mit Harninkontinenz strukturiert zu unterstützen. Der Expertenstandard sieht eine Analyse der Risikofaktoren, die Erstellung von Kontinenzprofilen, Beratungen, die Durchführung von Maßnahmen und die Kontrolle vor. Mit gezielten Beckenbodenübungen, der Vermeidung von Übergewicht und dem Verzicht auf harntreibende Medikamente oder Getränke können Sie einer Harninkontinenz vorbeugen. Als pflegender Angehöriger können Sie richtiges Toilettenverhalten unterstützen und Hilfsmittel wie Einlagen bereitstellen. Das Wichtigste in Kürze Wie wird Harninkont...
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Wie wird Harninkontinenz definiert?
Bei einer Harninkontinenz verliert der Organismus teilweise oder gänzlich die Fähigkeit, den Blaseninhalt sicher zu speichern und selbst zu bestimmen, wann die Blase entleert wird. Gelingt das nicht mehr, verliert der Betroffene unwillkürlich Urin das bezeichnen Mediziner als Harninkontinenz. Laut Schätzungen haben 40 % aller Menschen in Deutschland, die das 70. Lebensjahr überschritten haben, Probleme damit, ihren Urin zu halten. Auffällig ist, dass die Wahrscheinlichkeit für Inkontinenz mit dem Alter und dem Pflegegrad ansteigt. Aus diesem Grund setzen sich nicht nur Pflegeheime und Altersheime, sondern auch viele pflegende Angehörige mit dem Thema Harninkontinenz auseinander. Angebot...
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Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz
Nicht mehr Herr der eigenen Blase zu sein, ist unangenehm. Viele Betroffene empfinden Scham oder entwickeln sogar psychische Probleme. Sie müssen sich aber nicht zwangsläufig mit den Blasenproblemen abfinden. Mit verschiedenen Ansätzen kann es gelingen, wieder mehr Kontrolle über die Blase zu erlangen. Hierzu führen professionelle Pflegekräfte mit dem Pflegebedürftigen Maßnahmen zur Förderung der Harnkontinenz durch. Um die zugehörigen Prozesse in der Pflege zu standardisieren hat das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) im Jahr 2007 den Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz in der Pflege herausgegeben....
An wen richtet sich der Expertenstandard zur Förderung der Harnkontinenz?
Ein Team aus Experten hat unter Einbeziehung pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse und relevanter Praxiserfahrungen den Expertenstandard Kontinenzförderung gestaltet. Er dient Pflegefachkräften, die in der ambulanten Pflege , der stationären Gesundheitsversorgung oder der Altenhilfe beschäftigt sind, als roter Leitfaden beim Umgang mit Harninkontinenz. Sanitätshäuser, pflegende Angehörige oder Kontinenz-Beratungsstellen haben ebenfalls häufig Berührung mit diesem Thema. Auch hier liefert der Expertenstandard wichtige Informationen für ein strukturiertes Vorgehen. Der Expertenstandard konzentriert sich darauf, Kontinenzprobleme zu identifizieren, analysieren und soweit wie möglich zu beheben. Achtung: Die Maßnahmen zur Förderung der Harnkontinenz erfordern ein Vorgehen, bei denen viele ...
5 Schritte zur Harninkontinenz-Prophylaxe
Mit einzelnen Prozessschritten, die aufeinander aufbauen, ermitteln Pflegekräfte sowie Mediziner das Risiko für eine Inkontinenz und beugen mit gezielten Maßnahmen vor. Zum Abschluss ist es wichtig, die durchgeführten Maßnahmen auf ihren Erfolg hin zu überprüfen. Thema dieses Abschnitts
1. Schritt: Risikofaktoren erfassen
Harninkontinenz-Ursachen gibt es viele. Zu dem individuellen Risiko tragen Risikofaktoren bei. Wenn Sie einige davon bei sich oder Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen feststellen, bedeutet das aber nicht automatisch, dass eine Inkontinenz bevorsteht. Trotzdem ist es wichtig, dass Pflegekräfte die Risikofaktoren erfassen um frühzeitig entgegenwirken zu können (Harninkontinenz-Prophylaxe). Folgende Risikofaktoren für Inkontinenz gibt es: hohes Alter Erkrankungen wie Diabetes , Demenz , Schlaganfall , Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson Übergewicht Medikamente wie entwässernde Arzneimittel oder Antidepressiva häufige Blasenentzündungen Schwangerschaften chronische Verstopfung vergrößerte Prostata Absenkung der weiblichen Beckenorgane schwaches Bindegewebe chronische Atemwegserkrankung (du...
2. Schritt: Kontinenzprofil erstellen
Damit Pflegekräfte Maßnahmen zur Förderung der Harnkontinenz durchführen können, müssen sie sich zunächst einen Überblick verschaffen. Dabei helfen Kontinenzprofile in der Altenpflege oder Krankenpflege.
Kontinenzprofile: Definition
Vielleicht haben Sie im Zusammenhang mit dem Expertenstandard bereits von den Kontinenzprofilen gehört. Sie wurden von denjenigen Autoren ins Leben gerufen, die auch den Expertenstandard zur Förderung der Harnkontinenz entwickelt haben. Die Inkontinenzprofile in der Pflege zeigen auf, welche Fähigkeiten der Heimbewohner besitzt, um seine Harnausscheidung zu kontrollieren. Es gibt insgesamt 6 Kontinenzprofile nach Expertenstandard, die wir Ihnen in folgender Tabelle übersichtlich zusammengestellt haben....
Kontinenzprofile: Tabelle
Kontinenzprofil Fähigkeiten & Einschränkungen Kontinenzprofile: Beispiele aus der Praxis Kontinenz Kein unfreiwilliger Harnabgang, keine Unterstützung der Pflegekraft nötig, keine Hilfsmittel notwendig Unabhängig erreichte Kontinenz Kein unfreiwilliger Harnabgang, keine Unterstützung der Pflegekraft nötig, selbstständige Durchführung von Maßnahmen Der Heimbewohner nimmt seine Medikamente zur Vermeidung eines unwillkürlichen Harnverlustes selbst ein. Der Heimbewohner wendet mobile Toilettenhilfen selbst an. Abhängig erreichte Kontinenz Kein unfreiwilliger Harnabgang, Unterstützung der Pflegekraft zur Durchführung von Maßnahmen nötig. Die Pflegekraft begleitet den Heimbewohner zur Toilette (Toilettentraining). Unabhängig kompensierte Inkontinenz Unfreiwilliger Harnabgang, keine Unterstützung...
Welche Formen der Harninkontinenz werden unterschieden?
Um herauszufinden, ob eine Harninkontinenz vorliegt und wie ausgeprägt sie ist, greifen Pflegekräfte auf verschiedene Instrumente zurück. Zunächst stellen sie dem Patienten einige Fragen und führen Beobachtungen durch. Danach wird der Urinstatus erfasst und der Restharn bestimmt. In einem sogenannten Miktionsprotokoll werden die Ausscheidungen und häufig auch die Trinkmenge notiert. Zum Schluss analysiert der Mediziner die Medikamente des Betroffenen, denn ausgewählte Präparate wie Antidepressiva oder entwässernde Arzneimittel können die Inkontinenz unterstützen. Haben Mediziner und Pflegekräfte alle nötigen Informationen zusammengetragen, kann die Form der Inkontinenz bestimmt werden. Dazu zählen: Belastungsinkontinenz: Wenn sich der Pflegebedürftige körperlich belastet oder Stress hat, v...
3. Beratung zur Versorgungsmaßnahmen
Glücklicherweise gibt es viele Hilfsmittel, die sich positiv auf die Lebensqualität und das Selbstbewusstsein der Betroffenen auswirken. Pflegekräfte und Pflegebedürftige wenden sie an, wenn eine Inkontinenz bereits besteht. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie dauerhaft zum Einsatz kommen müssen. Vorübergehend eingesetzt, lindern sie den psychischen Druck, den eine Inkontinenz auslöst, aber enorm. Unter die sogenannten therapeutischen Hilfsmittel fällt die Verhaltenstherapie. Dabei wird die Trinkmenge des Heimbewohners kontrolliert und eine regelmäßige Leerung der Blase und des Darms gefördert. Gegebenenfalls ist auch ein Verzicht auf Tabakkonsum oder eine Gewichtsreduzierung nötig. Eine Studie hat übrigens gezeigt, dass bei Frauen, die nach den Wechseljahren an einer Inkontinenz litten...
Harninkontinenz: Einfühlsam und achtsam beraten
Liegt eine Harninkontinenz vor, klären Pflegefachkräfte die betroffene Person und die Angehörigen darüber auf, welche Maßnahmen es gibt. Die Mediziner und Pflegekräfte haben das Ziel, den unfreiwilligen Urinverlust zu kompensieren und im besten Fall zu heilen. Bringen Pflegebedürftige Risikofaktoren mit, geht es im Sinne der Prophylaxe Harninkontinenz darum, einer Inkontinenz vorzubeugen. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema und eine ausführliche Aufklärung über Maßnahmen sowie Hilfsmittel helfen Patienten dabei, die Lebensqualität zu erhöhen. Das kann sich auch positiv auf die Psyche des Betroffenen auswirken. In einem offenen Austausch berät die Pflegefachkraft über die Möglichkeiten und inwieweit der Pflegebedürftige selbst seine Harnkontinenz aktiv fördern kann. Gut zu wis...
4. Durchführung der Maßnahmen
In Abhängigkeit davon, welches Kontinenzprofil vorliegt und in welchem Umfang der Betroffene mitarbeiten kann/möchte, entwickeln Mediziner und Pflegekräfte einen Maßnahmenplan. Dieser Plan kann sowohl allgemeine als auch spezielle Maßnahmen zur Förderung der Harnkontinenz berücksichtigen. Allgemeine Maßnahmen zur Förderung der Harnkontinenz: Flüssigkeitszufuhr des Betroffenen regulieren Gewicht beim Pflegebedürftigen, falls nötig, reduzieren angemessene Kleidung, die beim Toilettengang leicht abgelegt werden kann, auswählen Gehhilfen, Toilettenerhöhungen und Haltegriffe, die den Toilettengang erleichtern, nutzen Spezielle Maßnahmen zur Förderung der Harnkontinenz: Beckenbodentraining, um die Beckenbodenmuskulatur zu stärken Blasentraining, um falsche Ausscheidungsgewohnheiten zu ändern T...
5. Kontrolle und Feedback
Wie erfolgreich die Maßnahmen zur Förderung der Harnkontinenz sind, zeigt sich nach einigen Wochen bis Monaten. Pflegekräfte werden dazu angehalten, die Maßnahmen lückenlos und zeitnah zu dokumentieren, um die Verlaufskontrolle sicherzustellen. Im Rahmen einer Teambesprechung können die Erfolge festgestellt und ausgetauscht werden. Das Feedback hilft Pflegekräften dabei, eventuelle Kurskorrekturen durchzuführen. Angebot
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Tipps für pflegende Angehörige
Pflegen Sie Ihren Angehörigen zu Hause? Dann haben Sie vermutlich einen guten Einblick in das Toilettenverhalten Ihres Familienmitgliedes. Egal, ob bereits eine Inkontinenz besteht oder ob Ihr Angehöriger Risikofaktoren mitbringt, bleiben Sie aufmerksam und informieren Sie sich zu Inkontinenz in der Pflege . Unser Tipp: Sprechen Sie das Thema offen und einfühlsam an. Viele Pflegebedürftige sind froh, wenn sie die Gelegenheit bekommen, über das belastende Problem zu sprechen. Gemeinsam mit einem Mediziner können Sie dann im Anschluss Therapievorschläge oder Maßnahmen, die einer Inkontinenz vorbeugen, besprechen. Wir möchten Ihnen im Folgenden Tipps verraten, mit denen Sie prophylaktisch tätig werden können. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihrem Angehörigen trotz Inkontinenz den Alltag er...
Welche Maßnahmen zur Harninkontinenzprophylaxe gibt es?
Unser Verhalten hat einen großen Einfluss darauf, wie sich unsere Blase entleert. Die gute Nachricht: Sie können einer Harninkontinenz wirksam vorbeugen.
Beckenbodenmuskulatur trainieren
Mit einfachen Übungen kann die muskuläre Struktur gestärkt werden. Das ist wichtig, denn eine schlaffe Beckenbodenmuskulatur begünstigt Inkontinenz. Vielleicht haben Sie in diesem Zusammenhang schon einmal von dem Beckenbodenlift oder den Kegel-Übungen gehört. Das Training kann vorbeugend aber auch bei einer bereits bestehenden Inkontinenz durchgeführt werden. Beckenbodentraining im Liegen (auch für Pflegebedürftige geeignet) 1. Übung: Becken anheben Ihr Angehöriger legt sich in Rückenlage, zum Beispiel im Pflegebett oder auf eine Gymnastikmatte. Beim Ausatmen bitten Sie ihn, das Becken anzuheben. Beim Einatmen motivieren Sie Ihren Angehörigen, das Becken auf dem Boden abzulegen. Wiederholen Sie die Übung mindestens zehnmal. 2. Übung: Fersen zusammenpressen Ihr Angehöriger befindet sic...
Den Körper clever belasten
Im Alltag konfrontieren wir unseren Körper mit vielen Herausforderungen. Eine körperliche Belastung gänzlich zu vermeiden ist oft nicht möglich und auch nicht sinnvoll, schließlich können wir nur so Kraft und Ausdauer bewahren. Allerdings sollten Sie bei sich und Ihrem Angehörigen darauf achten, nicht zu schwer zu heben Frauen sollten maximal 10 kg tragen. Außerdem ist das richtige Heben, möglichst aus den Knien heraus, die Last nah am Körper, empfehlenswert.
Übergewicht reduzieren
Übergewicht setzt nicht nur dem Herz-Kreislaufsystem und der Beweglichkeit zu, sondern kann auch das Gewebe im Bauchraum belasten. Durch das zusätzliche Gewicht muss die Beckenbodenmuskulatur mehr tragen, was sich negativ auf die Kontinenz auswirken kann. Mit ausreichend Bewegung und einer abwechslungsreichen Ernährung können Sie Ihren Angehörigen dabei unterstützen, überflüssiges Gewicht zu verlieren. Ist Ihr Familienmitglied bettlägerig können leichte Bewegungsübungen hilfreich sein. Ein entscheidender Punkt ist hier jedoch die Ernährungsumstellung. Unser Tipp: Mit einer ballaststoffreichen Kost schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen wirken Sie mit Ballaststoffen einer chronischen Verstopfung entgegen, die ebenfalls einen Risikofaktor für Inkontinenz darstellt. Zum ...
Verdauung unterstützen
Wenn Ihr Angehöriger unter einer Verstopfung leidet, hat er Mühe, seinen Stuhl abzusetzen. Das Problem: Häufiges Pressen beim Stuhlgang kann den Beckenboden schädigen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukten, Bewegung und mindestens 1,5 l Trinkflüssigkeit kurbeln die Verdauung an.
Harntreibende Getränke weglassen
Insbesondere koffeinhaltige Getränke wie Schwarzer Tee oder Kaffee können eine Inkontinenz begünstigen, indem sie den Harndrang verstärken. Das Gleiche gilt für Getränke mit Alkohol oder Kohlensäure. Bieten Sie Ihrem Angehörigen am besten Mineralwasser ohne Kohlensäure an.
Richtiges Toilettenverhalten verfolgen
Beim Toilettengang ist die goldene Mitte genau richtig. Achten Sie darauf, dass Ihr Angehöriger nicht zu selten und nicht zu häufig auf die Toilette geht. Wer zu oft das stille Örtchen aufsucht, der schöpft seine Blasenkapazität nicht aus und sorgt dafür, dass sie herabgesetzt wird. Personen, die zu selten urinieren, überdehnen womöglich ihre Blasenwand. Außerdem sollte Ihr Familienmitglied den Urinstrahl nicht zu Trainingszwecken unterbrechen oder das Urinieren durch starkes Pressen verkürzen.
5 Tipps für einen qualitativen Alltag trotz Harninkontinenz
Besteht bereits eine Harninkontinenz, versuchen Mediziner und Pflegekräfte mit einem Blasentraining, Beckenbodentraining oder verschiedenen Hilfsmitteln, die Kontinenz beim Pflegebedürftigen zurückzuerlangen. Auch Sie können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Hören Sie dem Pflegebedürftigen zu Häufig ist der Pflegealltag stressig und lässt nur wenig Zeit für intensive Gespräche übrig. In einer Unterhaltung erfahren Sie jedoch, was Ihren Angehörigen beschäftigt und vielleicht öffnet er sich bei einem Thema, was ihm Unbehagen bereitet. Das kann zum Beispiel eine Inkontinenz sein. Auch wenn Ihr Familienmitglied in der Vergangenheit immer selbstständig zur Toilette gegangen ist und augenscheinlich keine Probleme hatte, kann sich das im Laufe der Zeit ändern. Da Inkontinenz noch immer tabuis...
Die schwache Blase trainieren
Trotz Blasenschwäche sollte man nicht auf Bewegung und Sport verzichten. Im Gegenteil, gewisse sportliche Aktivitäten, vor allem diejenigen, die zur Stärkung des Beckenbodens beitragen, können sich positiv auf die Symptome der Inkontinenz auswirken. Mit den richtigen Übungen beugen Sie einer schwachen Blase nicht nur vor, Symptome, wie plötzlich auftretender Harndrang, können zudem stark vermindert werden. Auch die Ernährung spielt eine große Rolle, denn bestimmte Substanzen im Essen und in Getränken reizen die Blase und sollten deshalb vermieden werden. Ganz besonders auf süße, sowie kohlensäurehaltige Getränke sollte verzichtet werden, genauso wie auf Tee und Kaffee, schließlich wirken beide harntreibend. Durch regelmäßiges Beckenbodentraining und gesunde Ernährung können die Beschwerden...
Sicher im Leben, durch das Trainieren der schwachen Blase
Haben Sie mit einer schwachen Blase zu kämpfen, heißt es nicht verzagen. Aufgeben sollte keine Option für Sie sein, schließlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten dem Problem Herr zu werden. Beginnen sollten Sie damit sich umfassend zum Thema Inkontinenz, bzw. Harnkontinenz, Blasenschwäche und schwache Blase zu informieren. Haben Sie das einmal getan gibt es neben vielen herkömmlichen Methoden, wie Medikamenten, Operationen oder dem Verwenden von Inkontinenzmaterial, auch die Möglichkeit die schwache Blase zu trainieren. Durch gezielte Übungen, wie etwa das Trainieren der Beckenbodenmuskulatur, mithilfe passender Übungen, im Rahmen eines Beckenbodentrainings, können Sie die schwache Blase schnell wieder stärken. Darüber hinaus kann auch mit der richtigen Ernährung die schwache Blase trainier...
Beckenbodentraining Einfache Übungen für zu Hause
Die Anwendungsgebiete von Beckenbodentraining sind vielseitig. Unser Beckenboden wird durch viel Sitzen, Übergewicht oder Belastungen, wie Sie bei der Geburt entstehen, stark beansprucht und geschwächt. Ein schwacher Beckenboden kann beispielsweise zu Inkontinenz oder Erektionsproblemen führen. Auch wer jetzt noch keine Probleme hat, sollte präventiv den Beckenboden, insbesondere den Rücken, den Bauch und das Gesäß, trainieren.
Wie sinnvoll ist das Beckenbodentraining?
Das Beckenbodentraining, sowie die Stärkung des gesamten Beckens und Beckenbodens, kann unter vielen Umständen sinnvoll sein. CareBoxx hat für sie die wichtigsten zusammengefasst.
Sinnvoll ist Beckenbodentraining vor allem zur:
Vorbeugung und Behandlung einer Inkontinenz Steigerung des Sexualempfindens Verbesserung der Haltung
Bei Männern bietet sich Beckenbodentraining bei:
Potenzproblemen Nach Operationen an der Prostata an
Beckenbodentraining bei Frauen ist zusätzlich sinnvoll:
Vor und nach der Geburt Bei Bindegewebsschwächen Falls eine Person über einen Pflegegrad , von Pflegegrad 1 , Pflegegrad 2 , Pflegegrad 3 , Pflegegrad 4 bis Pflegegrad 5 verfügt, stehen ihr Pflegehilfsmittel im Wert von 42 € (Neuer Stand 2025) zu. Darunter fallen unter anderem viele nützliche Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern können. Jetzt Pflegebox kostenfrei beantragen 06.06.2025 PG 15 Inkontinenzhilfsmittel: Ausführungen, Anspruch und Kostenübernahme PG 15 Inkontinenzhilfsmittel: Ausführungen, Anspruch und Kostenübernahme Dipl. Ges. Oec. (FH) Jennifer Ann S... Mehr lesen 12.06.2025 Inkontinenz: Ursachen, Symptome & Formen der Blasenschwäche verständlich erklärt Inkontinenz: Ursachen, Symptome & Formen der Blasenschwäche verständlich erklärt Dipl. Ges. Oec. (...
Beckenbodentraining: Aufbau und Funktionsweise
Die Muskeln im Beckenboden können, wie jeder andere Muskel auch, trainiert werden. Dies geschieht durch Beanspruchung (Anspannen und Entspannen) der Muskulatur, wodurch ein Wachstumsreiz ausgelöst wird. Beckenbodentraining umfasst eine Reihe von Spannungs- und Entspannungsübungen. Das Praktische daran ist, dass diese Form des Beckenbodentrainings optimal in den Alltag integriert und ausgeführt werden kann. Unterstützend dazu können die Übungen als vollwertiges Workout zu Hause ausgeführt werden. Hierdurch werden zusätzlich Hilfsmuskeln angesprochen, die unterstützend auf den Beckenboden wirken. Grundsätzlich gilt, dass je häufiger das Beckenbodentraining durchgeführt wird, desto schneller stellt sich der Erfolg ein. Aber Vorsicht, denn auch die Beckenbodenmuskulatur kann einen Muskelkater ...
Wo sind die Beckenbodenmuskeln?
Bevor man mit dem Beckenbodentraining beginnt ist es wichtig zu wissen, wo sich die Beckenbodenmuskeln befinden und wie man diese aktivieren kann. Nur so können Sie Ihren Beckenboden bewusst wahrnehmen und ein gezieltes Beckenbodentraining absolvieren. Eine einfache Methode um die Beckenbodenmuskulatur zu identifizieren ist es, beim Wasserlassen den Strahl zu unterbrechen. Denn hierfür sind die Beckenbodenmuskeln, genauer gesagt der PC-Muskel, verantwortlich. Sie müssen dazu nicht auf die Toilette gehen. Kneifen Sie einfach Ihren Schließmuskel zusammen. Sie sollten nun einen leichten Zug der Muskeln nach oben und innen spüren. Das ist Ihre Beckenbodenmuskulatur. Achten Sie darauf, dass Sie sonst keine weiteren Muskelgruppen anspannen....
Was ist der Beckenboden?
Der Beckenboden ist der muskulöse Boden der Beckenhöhle und besteht aus der obersten, mittleren und untersten Beckenbodenmuskulatur. CareBoxx beschreibt für Sie die drei Teilbereiche im folgenden Verlauf näher.
Oberste Beckenbodenmuskulatur
Die oberste Muskelschicht zieht sich vom Schambein bis hin zum Steißbein. Sie wird auch innere Muskelschicht genannt und trägt hauptsächlich die Last der Becken- und Bauchorgane und ermöglicht so unter anderem unsere aufrechte Körperhaltung. Die Aktivierung beim Beckenbodentraining erfolgt nach innen und oben.
Mittlere Beckenbodenmuskulatur
Die mittlere Muskelschicht verläuft quer zur obersten Muskelschicht zwischen den beiden Sitzbeinhöckern. Sie liegt hauptsächlich im vorderen Bereich und stützt dort die Blase. Bei der Frau stützen die mittleren Beckenbodenmuskeln zusätzlich die Gebärmutter. Sie dient zum Druckabbau bei körperlicher Belastung. Die Aktivierung beim Beckenbodentraining erfolgt nach innen.
Unterste Beckenbodenmuskulatur
Die unterste Beckenbodenmuskulatur wird auch äußere Muskelschicht genannt und verläuft ebenfalls zwischen Scham- und Steißbein. Sie verläuft wie eine 8 und umschlingt den die Harnröhrenmündung, den Scheidenausgang und den After. Die Aktivierung beim Beckenbodentraining erfolgt durch leichtes Schließen der drei Körperöffnungen. Die Muskeln werden nach innen und oben aktiviert.
Beckenbodentraining: Sofort loslegen
Wissen Sie nun, wie Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur aktivieren, kann das Beckenbodentraining beginnen. Hierzu können Sie mit Anspannungs- und Entspannungsübungen starten. Bauen Sie Spannung auf. Das geht am einfachsten, wenn Sie sich wieder vorstellen, dass Sie beim Wasserlassen den Strahl unterbrechen. Halten Sie die Spannung fünf Sekunden und entspannen Sie wieder. Danach machen Sie eine kurze Pause und wiederholen das Ganze. Fünf Wiederholungen sind dabei eine optimale Frequenz. Diese Übungen eigenen sich perfekt für Zwischendurch, z. B. während der Arbeit oder auf der Couch. Versuchen Sie die Anspannungsübungen mehrmals täglich (mindestens dreimal) durchzuführen. Erste Erfolge können sich bereits nach wenigen Tagen einstellen. Jedoch sollten Sie das Training für eine dauerhafte Verbesse...
Beckenbodentraining für Zuhause
Wer mehr für das Becken machen möchte, kann dies natürlich gerne tun. Hierzu gibt es eine Reihe effektiver Übungen, die man ohne Hilfsmittel zu Hause durchführen kann. Eine Übersicht mit genauer Anleitung finden Sie unter Beckenboden-Übungen. Bei einem effektiven Beckenbodentraining sollten folgende Übungen nicht fehlen:
Beckenbodenübung: Der Buckel
Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand. Die Hände sind schulterbreit voneinander entfernt und die Handgelenke bilden mit den Schultergelenken eine Linie. Die Knie ruhen unter Ihren Hüftgelenken und die Füße liegen locker auf dem Boden. Atmen Sie nun in Ruhe durch. Machen Sie beim nächsten langsamen Einatmen ein leichtes Hohlkreuz und anschließend beim Ausatmen einen Katzenbuckel, beim gleichzeitigem Anspannen der Beckenbodenmuskulatur. Wiederholen Sie diese Übung ungefähr 4-5 Mal und legen Sie danach 1 Minute Pause ein. Diesen Ablauf machen Sie insgesamt 4 Mal....
Beckenbodenübung: Das Fahrrad
Legen Sie sich flach auf den Boden und winkeln Sie die Beine leicht an. Die Füße haben weiterhin Kontakt mit dem Fußboden und die Arme ruhen neben Ihrem Oberkörper. Nun heben Sie Ihre Beine und das Becken an, sodass nur noch der Rücken und die Arme den Boden berühren. Damit es angenehmer ist, können Sie mit Ihren Händen das Steißbein abstützen. Nun führen Sie fahrradfahrende Bewegung mit deinen Beinen durch, während dieser Bewegungsausführung achten Sie auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung. Führen Sie diese Bewegung 1 Minute lang durch und legen Sie danach 1 Minute Pause ein. Wiederholen Sie diese Übung 3-4 Mal, je nachdem wie lange Ihre Bauchmuskeln durchhalten....
Beckenbodenübung: Die Brücke
Legen Sie sich flach auf den Boden und winkeln Sie die Beine leicht an. Die Füße haben weiterhin Kontakt mit dem Fußboden und die Arme ruhen neben deinem Oberkörper. Nun heben Sie Ihr Becken an, sodass nur noch die Füße, Arme und Schultern den Boden berühren. Während Sie diese Position halten, spannen Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur für etwa 5 Sekunden an. Danach entspannen Sie die Muskulatur für 10 Sekunden, aber verweilen weiterhin in der Brücken-Position. Das ganze machen Sie etwa 5 10 Minuten. Wichtig hierbei ist eine ruhige und gleichmäßige Atmung. Diese Übung ist nicht nur effektiv für den Beckenboden, sondern stärkt zusätzlich die Po-Muskulatur....
Beckenbodenübung: Die Diagonale
Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand. Die Hände sind schulterbreit voneinander entfernt und die Handgelenke bilden mit den Schultergelenken eine Linie. Die Knie ruhen unter Ihren Hüftgelenken und die Füße liegen locker auf dem Boden. Atmen Sie nun in Ruhe durch. Heben Sie beim nächsten langsamen Ausatmen Ihren linken Arm und Ihr rechtes Bein, beim gleichzeitigem Anspannen der Beckenbodenmuskulatur. Beim langsamen Einatmen begeben Sie sich wieder in die Ausgangsposition. Diesen Ablauf wiederholen Sie 10 Mal und legen danach 1 Minute Pause ein. Pro Seite machen Sie 3 Sätze. Angebot...
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Beckenbodentraining bei Blasenschwäche
Beckenbodentraining eignet sich hervorragend zur Vorbeugung und Behandlung bei Inkontinenz bzw. Blasenschwäche . Gerade die Ursachen einer Belastungsinkontinenz, eine der häufigsten Inkontinenzformen , liegen meist an einer Abschwächung der Beckenbodenmuskulatur oder einem geschwächten Bindegewebe. In beiden Fällen ist ein Beckenbodentraining sinnvoll und kann zur Linderung oder gar zur Heilung der Inkontinenz führen. Durch die Kontraktion der Muskeln beim Anspannen und Entspannen kann es jedoch vermehrt zum unkontrolliertem Urinverlust kommen. Man fühlt sich schnell verunsichert. Doch das muss nicht sein! Nutzen Sie moderne Inkontinenz-Hilfsmittel und fühlen Sie sich jederzeit sicher und geschützt. Modernes Inkontinenzmaterial, wie etwa Inkontinenzeinlagen , Inkontinenz-Vorlagen oder Wind...
Beckenbodentraining: Für mehr Sicherheit im Alltag
Beckenbodentraining ist eine tolle Sache, wenn man sich im Alltag mehr Sicherheit wünscht. Dabei ist es nicht wichtig ob man schon unter Inkontinenz bzw. einer Blasenschwäche leidet oder nicht, genauso wenig spielt die Inkontinenzart dabei eine Rolle. Auch zur Vorbeugung lohnt es sich im Rahmen des Beckenbodentrainings die gesamte, im Beckenboden ansässige Beckenbodenmuskulatur zu trainieren. Dafür gibt es zahlreiche Übungen, die sowohl sehr einfach sein können, aber auch manchmal komplizierter ausfallen und alle drei Bereiche des Beckenbodens trainieren. Wichtig ist, dass man sich ein Herz fasst und mit dem Beckenbodentraining beginnt. Dann dauert es auch nicht lange, bis sich die ersten Ergebnisse bemerkbar machen. Je länger sie durchhalten, desto dankbarer wird Ihnen Ihr Körper sein. Ac...
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FAQ Section
Q: Was bedeutet das Wort Inkontinenz? A: Bei einer Inkontinenz sind Betroffene gar nicht oder nur eingeschränkt in der Lage, Urin oder Stuhl zu halten.
Q: Was bedeutet Kontinenzförderung? A: Die Kontinenzförderung verfolgt das Ziel, bei Betroffenen die Kontinenz, also die Fähigkeit zum Halten von Urin oder Stuhl, weitestgehend wiederherzustellen.
Q: Welche Maßnahmen werden zur Kontinenz Förderung durchgeführt? A: Bei Harninkontinenz setzen Mediziner und Pflegekräfte auf verschiedene Maßnahmen. Neben einer Verhaltenstherapie können auch Hilfsmittel wie Einlagen, Windeln oder Katheter die Kontinenz wiederherstellen bzw. die Inkontinenz abfangen.
Q: Was sind die Kontinenzprofile? A: Patienten können in sogenannte Kontinenzprofile eingeordnet werden. Hierbei wird festgestellt, ob und inwieweit eine Inkontinenz besteht. Mit einem Inkontinenzprofil lassen sich beispielsweise Fragen beantworten wie: Kann ein Patient die Inkontinenz mit Hilfsmitteln selbst kompensieren?
Q: Welche Maßnahmen zur Harninkontinenz Prophylaxe gibt es? A: Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die eine Inkontinenz begünstigen. Dazu zählen Übergewicht und chronische Verstopfung. Mit dem Wissen können Prophylaxe-Maßnahmen getroffen werden. Entspannungsübungen, Beckenbodentraining, eine abwechslungsreiche Ernährung und eine Gewichtsreduktion beugen einer Harninkontinenz vor.
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