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PG 09 – Elektrostimulationsgeräte

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PG 09 – Elektrostimulationsgeräte: Definition, Funktionsweise und Kostenübernahme


Content Structure

Einleitung

PG 09 – Elektrostimulationsgeräte: Definition, Funktionsweise und Kostenübernahme ### Das Wichtigste in Kürze

Elektrostimulationsgeräte können Schmerzen lindern, Behinderungen ausgleichen, Muskelgruppen aktivieren und eine Inkontinenz abschwächen. Das Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes listet verschiedene Geräte zur Elektrostimulation auf – sie alle eignen sich für den Hausgebrauch. Im Hilfsmittelverzeichnis sind die verschiedenen Produkte nach Einsatzort aufgeführt. Versicherte, die eine entsprechende Diagnose und eine ärztliche Verordnung mitbringen, erhalten ein Elektrostimulationsgerät über die Krankenkasse. Betroffene müssen dann lediglich einen Eigenanteil in Höhe von maximal 10 Euro leisten. Pflegende Angehörige können Betroffene bei der Durchführung der Elektrostimulation anleiten und begleiten. Das Wichtigste in Kürze Was sind Elektrostimulationsgeräte? We...


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Was sind Elektrostimulationsgeräte?

Elektrostimulationsgeräte sind Medizinprodukte, die elektrisch betrieben werden. Ihre Aufgabe ist es, einen therapeutisch wirksamen Strom zu erzeugen. Dieser wird mittels Elektroden in den Körper geleitet. Die Elektrostimulationsgeräte machen sich einen cleveren Weg im Körper zunutze, der der Informationsübertragung dient. Der Organismus leitet nämlich bioelektrische Signale über das periphere Nervensystem weiter. Dieser Informationsweg ermöglicht nicht nur eine besonders schnelle, sondern auch eine sehr gezielte Weitergabe von Informationen. Das ist wichtig, denn so können Körperfunktionen ausgelöst werden. Elektrostimulationsgeräte nutzen diese Form der Erregungsleitung – künstlich erzeugte elektrische Impulse haben das Ziel, Nervenreizungen zu provozieren. Das Ergebnis sind wünschenswer...

Was sind Elektrostimulationsgeräte?

Elektrostimulationsgeräte sind im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes in der Kategorie „09-Elektrostimulatiosgeräte“ aufgeführt. Die hier genannten Produkte produzieren therapeutisch wirksame Ströme – die Stromstärke, die Frequenz, die Wirkdauer und andere Einstellungen lassen sich individuell vornehmen. Alle Geräte haben gemeinsam, dass sie sich in der Regel auf die äußere Anwendung konzentrieren und für den häuslichen Therapiegebrauch vorgesehen sind. Das bedeutet, die Elektrostimulationsgeräte dieser Kategorie werden von Pflegebedürftigen bzw. Angehörigen angewendet. Zuvor ist natürlich eine ausführliche Einweisung wichtig – diese kann durch den Arzt oder den Leistungserbringer erfolgen. Die Elektrostimulationsgeräte eignen sich für folgende Einsatzgebiete: Schmerztherapie M...

Welche Elektrostimulationsgeräte gibt es im Hilfsmittelverzeichnis?

Im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes werden die Elektrostimulationsgeräte in der Kategorie 09 nach dem Anwendungsort eingeteilt. Auf diese Weise können Sie sich sehr strukturiert über die verschiedenen Gerätschaften informieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Elektrostimulationsgeräte vor. Inhalte auf dieser Seite

1. Leib/Rumpf: Defibrillatorwesten zur Eigenanwendung

Eine tragbare Defibrillatorweste ist für Menschen vorgesehen, bei denen das Risiko eines plötzlichen Herzstillstandes besteht. Betroffene legen das Hilfsmittel selbst an und tragen es rund um die Uhr unter der Kleidung. Das System überwacht kontinuierlich den Herzrhythmus und löst bei Auffälligkeiten und nach einem Alarm automatisch eine Defibrillation aus. Dabei erfolgt ein Gleichstromstoß, der über den Brustkorb das Herz erreicht. Das Ziel ist, wieder einen normalen Herzrhythmus herzustellen. Die Defibrillatorwesten setzen sich aus 3 Komponenten zusammen: Eine Steuereinheit, die Betroffene mit sich tragen müssen Ein Elektrodengürtel Eine Weste, die den Brustkorb des Versicherten umschließt...

2. Kopf: Hilfsmittel zur Erzeugung von Tumortherapiefeldern

Im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes ist ein Gerät aufgeführt, mit dem sogenannte „TTFields“ erzeugt werden können. Die elektrischen Felder sind für einen im Gehirn befindlichen Krebstumor vorgesehen. Auch hier erfolgt die Anwendung im häuslichen Umfeld. Mit einem Netzteil und einem Akku ausgestattet, eignet sich das Gerät sowohl für den stationären als auch den mobilen Einsatz. Das Hilfsmittel zur Erzeugung von Tumortherapiefeldern richtet sich an Patienten ab 18 Jahren.

3. Haut: Monophasische Elektrotherapiegeräte bei Hautfunktionsstörungen

Lediglich ein Leitungswasser-Iontophoresegerät zur Hyperhidrosisbehandlung befindet sich in dieser Kategorie. Hier werden die elektrischen Pulse dazu eingesetzt, einer übermäßigen Schweißbildung an Händen, Füßen oder unter den Achseln entgegenzuwirken. An dem Gerät können Versicherte die Stromstärke und die Behandlungszeit einstellen. Besonders praktisch ist, dass Betroffene den mitgelieferten Koffer direkt als Behandlungswanne für Hände oder Füße nutzen können. Sollen die Achseln behandelt werden, werden die in Wasser getränkten Elektronen unter den Achseln befestigt. Übrigens: Um die Erfolge der Therapie zu sichern, muss das Gerät regelmäßig zum Einsatz kommen....

4. Nerven/Muskeln: Elektrostimulationsgeräte bei Schmerzen, zur Stimulation und bei Inkontinenz

Ein besonders großes Therapiefeld ergibt sich in Bezug auf die Nerven und Muskeln. Durch den Einsatz der Elektrostimulationsgeräte können Schmerzen gelindert, Muskeln aufgebaut und eine Inkontinenz reduziert werden. Schmerztherapiegeräte: Ein Elektrostimulationsgerät kann die peripheren Nerven insoweit reizen, dass eine Reduzierung der Schmerzen bis hin zu einer völligen Schmerzfreiheit möglich ist. Die Behandlung führt der Versicherte nach einer Einweisung des Arztes selbst durch. Dafür legen Betroffene die Behandlungselektroden auf die entsprechende Körperstelle auf, verbinden sie mit dem Gerät und setzen die Behandlung in Gang. Wie stark die Nerven stimuliert werden, können Versicherte selbst regeln. Das Elektrostimulationsgerät besitzt mindestens zwei Stimulationskanäle, mit denen es s...

Wer erhält ein Elektrostimulationsgerät auf Rezept?

Mediziner können ein Elektrostimulationsgerät verordnen, um die Therapiemöglichkeiten zu erweitern. Entsprechende Geräte kommen beispielsweise zur Aktivierung von Muskelgruppen, zur Schmerzlinderung, zum Ausgleich einer Behinderung, zur Therapie eines Gehirntumors oder zur Behandlung einer Inkontinenz zum Einsatz. Ob und inwieweit ein Elektrostimulationsgerät eine Therapie bereichern kann, entscheidet der Arzt selbst. Wichtig ist, dass eine entsprechende Indikation, also ein hinreichender Grund für die Anwendung des Gerätes vorhanden ist. Angebot...

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Elektrostimulation: Kostenübernahme und Eigenanteil

Alle im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes aufgeführten Hilfsmittel sind grundsätzlich übernahmefähig. Das bedeutet, dass alle hier gelisteten Produkte von der Krankenkasse übernommen werden können. Eine Voraussetzung ist natürlich, dass eine entsprechende Diagnose den Einsatz begründen kann und dass eine ärztliche Verordnung vorliegt. Erfüllen Sie die Voraussetzungen, kann beispielsweise ein Sanitätshaus Ihnen das Elektrostimulationsgerät nach der Kostenzusage der Krankenkasse übergeben. Wie auch bei anderen Hilfsmitteln entsteht bei der Versorgung mit einem Elektrostimulationsgerät ein Eigenanteil. Dieser ist jedoch mit höchstens 10 Euro pro Hilfsmittel recht überschaubar. Unser Tipp: Prüfen Sie, ob eine Befreiung der Zuzahlung bei Ihnen möglich ist. Dafür ist das Einkommen ...

So erhalten Sie ein Elektrostimulationsgerät über die Krankenkasse

Die Versorgung mit einem Hilfsmittel erfolgt in drei einfachen Schritten und dauert nur wenige Tage bis Wochen. Hier ist Ihre Mithilfe gefragt. Wir verraten Ihnen, wie Sie schnell und einfach ein Elektrostimulationsgerät über die Krankenkasse erhalten. Planen Sie einen Arzttermin ein: Erinnern Sie sich? Eine entsprechende Diagnose und eine medizinische Verordnung sind wichtige Voraussetzungen für die Versorgung mit einem Hilfsmittel. Deshalb steht im ersten Schritt ein Arzttermin auf dem Plan. Spricht der Mediziner nicht von sich aus ein Elektrostimulationsgerät an, fragen Sie einfach nach, ob sich ein solches Gerät in Ihrem Fall anbieten würde. Ist Ihr Arzt der Ansicht, dass der Einsatz Sinn macht, kann er eine Verordnung ausstellen. Kontaktieren Sie die Krankenkasse: Nun ist es wichtig, ...

3 Tipps zur Anwendung von Elektrostimulationsgeräten

Die in der Produktgruppe „09 – Elektrostimulationsgeräte“ aufgeführten Produkte eignen sich für den häuslichen Gebrauch. Versicherte starten und beenden die Behandlung also selbst. Wir verraten Ihnen im Folgenden einige Tipps, mit denen Pflegebedürftige das Hilfsmittel sicher anwenden. Halten Sie sich an ärztliche Anweisungen: Auch wenn ausgewählte Elektrostimulationsgeräte für den Hausgebrauch vorgesehen sind, können bei unsachgemäßer Anwendung unerwünschte Begleiterscheinungen drohen. Eine zu hoch gewählte Intensität kann beispielsweise Hautirritationen begünstigen. Deshalb ist es wichtig, sich stets an die Anweisungen des behandelnden Arztes zu halten. Regeln Sie die Intensität nicht auf eigene Faust höher als angeraten und planen Sie keine längeren Behandlungszeiten ein. Bei Unsicherhe...

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FAQ Section

Q: Wobei helfen Elektrostimulationsgeräte? A: Elektrostimulationsgeräte können unter anderem Schmerzen lindern, Muskeln aktivieren und bei einer Inkontinenz helfen.

Q: Wer verordnet ein Elektrostimulationsgerät? A: Mediziner können ein Elektrostimulationsgerät verordnen. Vorausgesetzt, es liegt eine entsprechende Diagnose vor und das Gerät kann die Therapie bereichern.

Q: Bezahlt die Krankenkasse ein Elektrostimulationsgerät? A: Elektrostimulationsgeräte sind im Hilfsmittelverzeichnis des GKV- Spitzenverbandes aufgeführt. Demnach kann die Krankenkasse die Kosten für entsprechende Produkte übernehmen. Hierfür ist jedoch eine ärztliche Verordnung notwendig.

Q: Wie lange sollte man ein Elektrostimulationsgerät anwenden? A: Wie lange die Anwendung eines Elektrostimulationsgerätes sinnvoll ist, entscheidet der Arzt. Er kann den Therapiespeicher auslesen und so Informationen zu der Behandlung gewinnen.

Q: Können Pflegebedürftige ein Elektrostimulationsgerät bedienen? A: Elektrosimulationsgeräte sind für den Hausgebrauch vorgesehen. Das bedeutet, nach einer Einweisung können auch Laien die Produkte bedienen. Pflegebedürftige mit eingeschränkter kognitiver Funktion oder Bewegungseinschränkungen benötigen jedoch oft Hilfe bei der Bedienung.

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Andrea Russello - Gründer CareBoxx

Fachlich geprüft von Andrea Russello

Pflege-Experte & Gründer

Dieser Artikel wurde nach höchsten redaktionellen Standards verfasst und von unserem Pflege-Experten Andrea Russello inhaltlich sowie nach aktuellen Richtlinien (SGB XI) geprüft. CareBoxx garantiert unabhängige, verlässliche und praxisnahe Informationen für Pflegebedürftige und Angehörige.

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