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PG 14 - Inhalations- und Atemtherapiegeräte

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PG 14 – Inhalations- und Atemtherapiegeräte: Definition, Anwendung und Kostenübernahme


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Einleitung

PG 14 – Inhalations- und Atemtherapiegeräte: Definition, Anwendung und Kostenübernahme Das Wichtigste in Kürze Inhalations- und Atemtherapiegeräte unterstützen die oberen und unteren Atemwege. Die Hilfsmittel werden bei Erkrankungen oder Schädigungen der Atemwege eingesetzt. Inhalations- und Atemtherapiegeräte zählen zu den Hilfsmitteln und sind im GKV-Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt. Die Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten für entsprechende Geräte, wenn eine hinreichende Diagnose und eine ärztliche Verordnung vorliegen. Inhalations- und Atemtherapiegeräte werden von Leistungserbringern wie einem Sanitätshaus ausgehändigt. Pflegebedürftige und pflegende Angehörig...

Neuerungen im Hilfsmittelverzeichnis 2026

Zum 09. März 2026 hat der GKV-Spitzenverband das Hilfsmittel- und Pflegehilfsmittelverzeichnis aktualisiert. Mit dieser sogenannten Fortschreibung wird das Verzeichnis regelmäßig an neue medizinische Erkenntnisse und technische Entwicklungen angepasst. Dabei wurden zahlreiche Produkte ergänzt oder überarbeitet, damit Versicherte Zugang zu modernen und qualitativ geprüften Hilfsmitteln erhalten. Die wichtigsten Änderungen im Überblick: 3.722 neue Produkte wurden in das Verzeichnis aufgenommen 1.596 bestehende Einträge wurden aktualisiert 9 Produktgruppen wurden überarbeitet Insgesamt sind nun rund 48.000 Hilfsmittel im Verzeichnis gelistet Die Aktualisierung betrifft unter anderem auch neue oder weiterentwickelte Hilfsmittel wie: Mikroprozessorgesteuerte Handorthesen , die Menschen mit eing...


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Was sind Inhalations- und Atemtherapiegeräte?

Inhalations- und Atemtherapiegeräte zielen auf die oberen und unteren Atemwege ab. Die Atemwege erfüllen einen wichtigen Zweck – durch sie strömt beim Einatmen und Ausatmen Luft. Zu den oberen Atemwegen zählen die Nase, die Nasennebenhöhlen und der Rachenraum. Die unteren Atemwege bestehen aus dem Kehlkopf, der Luftröhre, den Bronchien und der Lunge. Hilfsmittel wie druckluftbetriebene Düsenvernebler, Atemgasbefeuchter und Beatmungsinhalationsgeräte sind Bestandteil ärztlicher Behandlungskonzepte. Inhalationsgeräte: Sie führen dem Körper beispielsweise gezielt Medikamente zu. Entzündete Atemwege und die Lunge erhalten so Substanzen, die ihren Wirkbereich ohne eine Inhalationshilfe nicht oder nur unvollständig erreichen würden. Verzichten Patienten auf ein entsprechendes Gerät, werden die A...

Inhalations- und Atemtherapiegeräte: Hilfsmittel im Überblick

Wenn Sie sich das Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes ansehen, stellen Sie schnell fest, dass es eine große Anzahl an Inhalations- und Atemtherapiegeräten gibt. Diese sind nach Atmungsorganen gelistet. Wir geben Ihnen an dieser Stelle einen Überblick über die verschiedenen verschreibungspflichtigen Hilfsmittel. Inhalte dieses Abschnitts

1. Aerosol-Inhalationsgeräte

Entsprechende Geräte stellen aus Lösungen oder Suspensionen feine Tröpfchen her – diese können Patienten dann einatmen. Das sogenannte Aerosolgemisch besteht aus Lösungsteilchen oder Medikamententeilchen, die entzündungshemmende, schleimlösende, antiallergische, bakterienabtötende oder bronchialerweiternde Eigenschaften besitzen. Je nach Ausführung können auch Lösungsteilchen oder Medikamententeilchen miteinander kombiniert werden. Meist erfolgt die Aufnahme der therapeutischen Wirkstoffe über ein Mundstück. Gegebenenfalls wird dabei eine Maske oder Halsmaske benötigt. Ist eine Behandlung der unteren Atemwege vorgesehen, kommen druckluftgetriebene Düsenvernebler, Ultraschallvernebler oder Membranvernebler infrage. Es gibt darüber hinaus Vernebler für spezielle Arzneimittel – sie kommen dan...

2. Sauerstofftherapiegeräte

16 Stunden täglich – so lange erfolgt im Rahmen einer Langzeitsauerstofftherapie die Anreicherung der Einatemluft mit Sauerstoff. Das ist wichtig, um einen Sauerstoffmangel auszugleichen und drohenden Symptomen wie Konzentrationsschwäche und Müdigkeit entgegenzuwirken. Druckgas-Flaschensysteme, Flüssiggas-Behältersysteme oder Sauerstoffkonzentratoren machen den Sauerstoff verfügbar. Patienten können den Sauerstoff über Nasensonden oder über eine Maske aufnehmen. Eine Alternative ist ein Trachealkatheter. Es gibt Sauerstofftherapiegeräte für den stationären Einsatz und solche, die mitgenommen werden können. Pflegebedürftige können mobile Lösungen unterwegs nutzen, indem sie diese beispielsweise am Rollstuhl befestigen. Elektronische Zusatzgeräte begrenzen die Sauerstoffzufuhr auf die Einatm...

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3. Hilfsmittel zur Ohrbelüftung

Hilfsmittel, die in diese Kategorie fallen, dienen dem Zweck, den Druck in den Ohren zu reduzieren und einen Druckausgleich zu ermöglichen. Um das zu erreichen, wird ein Nasenballon aufgeblasen – der erzeugte Druck überträgt sich von der Nase über die Ohrtrompete bis zum Mittelohr. Das Ergebnis ist ein Druckausgleich zwischen Rachenraum und Mittelohr.

4. Atemtherapie zur Schleimlösung/-elimination

Um gut atmen zu können, ist es erforderlich, dass der Schleim aus den Atemwegen entfernt wird. Die speziellen Hilfsmittel in dieser Kategorie tragen dazu bei, den Schleim zu lösen und zu eliminieren. Das klappt mit sogenannten PEP-Systemen – wenn Patienten ausatmen, erzeugen sie einem positiven Druck in den Atemwegen. Daher der Name Positive Expiratory Pressure (PEP). Für die Anwendung sind Mundstücke oder Masken erforderlich. Die Hilfsmittel eignen sich zur Kombination mit Inhalationsgeräten oder können alleine genutzt werden....

5. Geräte zur Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen

Hier werden gleich mehrere Geräte voneinander unterschieden. Zum einen solche, die zur intermittierenden und zur lebenserhaltenden Beatmung beitragen. Zum anderen Geräte, die bei schlafbezogenen Atmungsstörungen zum Einsatz kommen. Systeme zur Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen: Wer beispielsweise unter Schlafapnoe leidet, benötigt unter Umständen ein Gerät, dass die Atemwege pneumatisch unterstützt. Sogenannte CPAP-Geräte (Continuous Positive Airway Pressure) schaffen einen positiven Druck in den Atemwegen. Dadurch werden die Atemwege offengehalten. Pflegebedürftige, die ein System für Zuhause benötigen, erhalten in der Regel eine Ausführung, bei der die Behandlung über die Nase erfolgt. Besondere Geräte stellen verschiedene Druckniveaus zur Verfügung – eines für die Einatmung un...

6. Masken zur Adaption respiratorischer Systeme

Masken werden mithilfe eines Schlauchsystems mit dem Atemtherapiegerät verbunden. Versicherte erhalten eine Maske bei schlafbezogenen Atmungsstörungen oder bei einer nicht invasiven Beatmung. Für die Patienten wird eine konfektionierte Maske ausgewählt. Hier ist es wichtig, dass sie gut sitzt und so die Atmung unterstützt. Manchmal ist es nicht möglich, eine konfektionierte Maske zu nutzen. Beispielsweise dann, wenn der Patient eine Deformität im Gesicht besitzt oder ein sehr hoher Atemdruck notwendig ist. In diesen Fällen können die Masken auch individuell angefertigt werden....

7. Atemgasbefeuchter

Das Einatmen über die Nase stellt sicher, dass die Atemluft befeuchtet und angewärmt wird. Das Gleiche können Atemgasbefeuchter erledigen. Ein Einsatz kann beispielsweise bei der Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen oder bei einer Langzeitsauerstofftherapie empfehlenswert sein. Wichtig ist hier, dass der Befeuchter mit dem Atemtherapiegerät kompatibel ist – ein Blick in die Herstellerangaben gibt Auskunft darüber.

Indikationen: Dann werden Inhalations- und Atemtherapiegeräte angewendet

Eine Indikation, auch als Heilanzeige bezeichnet, gibt an, warum eine medizinische Maßnahme erforderlich ist. Für den Einsatz von Inhalations- und Atemtherapiegeräten gibt es mehrere Indikationen. Inhalationsgeräte werden oft von Menschen verwendet, die eine Erkrankung der Atemwege aufweisen. Personen mit Asthma bronchiale, einer Lungenschädigung oder einer chronisch-obstruktiven Bronchitis können beispielsweise von einer Inhalation profitieren. Atemtherapiegeräte sind für Patienten vorgesehen, die Unterstützung bei der Atmung benötigen. Das kann der Fall sein, wenn das Atmungssystem geschädigt ist und ohne den Einsatz von Hilfsmitteln ein (lebensbedrohlicher) Sauerstoffmangel entstehen würde....

Werden Inhalations- und Atemtherapiegeräte von der Krankenkasse bezahlt?

Der Anschaffungspreis von Inhalations- und Atemtherapiegeräten variiert je nach Produkt. Sie müssen sich mit den genauen Kosten aber nicht auseinandersetzen, wenn Sie medizinisch auf das Gerät angewiesen sind. In dem Fall übernimmt nämlich die Krankenkasse die Kosten dafür. Im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes finden Sie Produkte, an denen sich die Krankenkasse beteiligt. Damit Sie der Kostenträger unterstützt, müssen Sie jedoch einige Voraussetzungen erfüllen. Voraussetzungen für die Kostenübernahme: Sie bringen eine Diagnose mit, die den Einsatz des Hilfsmittels hinreichend begründet – beispielsweise haben Sie eine Schlafapnoe. Ihr Hausarzt oder Facharzt hat Ihnen eine ärztliche Verordnung über das Hilfsmittel ausgestellt. 💡 Gut zu wissen: Über sinnvolle Therapiegeräte tausch...

Inhalations- und Atemtherapiegeräte beantragen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sie benötigen ein Inhalationsgerät oder ein Atemtherapiegerät? Damit die Krankenkasse bzw. ein Leistungserbringer Sie mit dem Hilfsmittel versorgen kann, müssen Sie einige Schritte durchlaufen – wir verraten Ihnen, wie Sie schnell an das Hilfsmittel gelangen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Haben Sie tagsüber oder nachts Probleme mit der Atmung , vereinbaren Sie unbedingt einen Termin mit Ihrem Hausarzt. Er stellt Ihnen gegebenenfalls eine Überweisung für einen Facharzt aus, bei dem weitere Untersuchungen gemacht werden. Befinden Sie sich bereits in der Behandlung, schlägt Ihr Mediziner womöglich ein Inhalations- oder Atemtherapiegerät vor. Sie erhalten dann eine ärztliche Verordnung. Informieren Sie sich über Vertragspartner der Krankenkasse: Bei Ihrer Krankenkasse erfahren Sie, mit wem der ...

3 Tipps zur Anwendung von Inhalations- und Atemtherapiegeräten

Die Geräte, die im GKV-Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sind, eignen sich für den häuslichen Gebrauch. Wir verraten Ihnen, auf was Sie bei der Verwendung achten sollten. Verfolgen Sie die Einweisung aufmerksam: Geräte, die dem Körper Medikamente zuführen oder die Atmung unterstützen, müssen genau nach Anweisung des Herstellers angewendet werden. Nur so können sie die Therapie sinnvoll bereichern. Bei Fragen können Sie sich vertrauensvoll an den Leistungserbringer wie ein Sanitätshaus wenden. Die Mitarbeiter haben in der Regel viel Erfahrung bei der Anwendung der Hilfsmittel. Unterstützen Sie Ihren pflegebedürftigen Angehörigen: Womöglich benötigt Ihr Familienmitglied Unterstützung bei der Anwendung des Hilfsmittels, zum Beispiel bei der Anbringung der Atemmaske. Im besten Fall sind also a...

FAQ Section

Q: Benötige ich ein Rezept für ein Inhalations- und Atemtherapiegerät? A: Um ein Inhalations- oder Atemtherapiegerät durch die Krankenkasse zu erhalten, benötigen Antragsteller eine ärztliche Verordnung. Diese kann ein Hausarzt oder ein Facharzt ausstellen.

Q: Wie funktioniert ein Inhalations- und Atemtherapiegerät? A: Leistungserbringer, zum Beispiel Sanitätshäuser, klären Versicherte eingehend über Hilfsmittel auf. Dazu zählen beispielsweise auch Inhalationsgeräte.

Q: Wann zahlt die Krankenkasse ein Inhaliergerät? A: Krankenkassen beteiligen sich dann an einem Inhaliergerät, wenn es medizinisch notwendig ist. So können zum Beispiel Asthmapatienten ein entsprechendes Gerät erhalten.

Q: Welche Arten von Inhalatoren gibt es? A: Es gibt Membran-, Kompressor- und Ultraschall-Vernebler, die vom Funktionsprinzip variieren. Der behandelnde Mediziner weiß, welches Therapiegerät zu dem Versicherten passt.

Q: Was bringen Atemtherapiegeräte? A: Atemtherapiegeräte helfen dabei, die Atemwege von Schleim zu befreien ­– dadurch können sie Husten und Atemnot vermindern. Außerdem helfen sie, dem Körper Sauerstoff zuzuführen und einen drohenden Sauerstoffmangel zu verhindern.

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Andrea Russello - Gründer CareBoxx

Fachlich geprüft von Andrea Russello

Pflege-Experte & Gründer

Dieser Artikel wurde nach höchsten redaktionellen Standards verfasst und von unserem Pflege-Experten Andrea Russello inhaltlich sowie nach aktuellen Richtlinien (SGB XI) geprüft. CareBoxx garantiert unabhängige, verlässliche und praxisnahe Informationen für Pflegebedürftige und Angehörige.

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