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PG 26 - Sitzhilfen: Definition, Auswahl und

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PG 26 – Sitzhilfen: Definition, Auswahl und Kostenübernahme


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Einleitung

PG 26 – Sitzhilfen: Definition, Auswahl und Kostenübernahme ### Das Wichtigste in Kürze

Eine Sitzhilfe kommt bei Menschen zum Einsatz, die Instabilitäten und Fehlhaltungen beim Sitzen aufweisen. Bei Sitzhilfen handelt es sich um Hilfsmittel, die im Hilfsmittelkatalog des GKV-Spitzenverbandes aufgeführt sind. Sitzschalen, Therapiestühle und Autositze für Kinder mit Behinderungen zählen unter anderem zu den Sitzhilfen. Mediziner können bei einer hinreichenden Begründung eine Sitzhilfe verordnen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Sitzhilfe, wenn diese medizinisch notwendig ist. Versicherte müssen bei einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse lediglich den gesetzlich verankerten Zuschuss in Höhe von maximal 10 Euro pro Hilfsmittel zahlen. Das Wichtigste in Kürze Was sind Sitzhilfen? Sitzhilfen: Hilfsmittel im Überblick Sitzhilfen: Kosten und Kos...


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Was sind Sitzhilfen?

Sitzhilfen sind Hilfsmittel. Sie sind deshalb im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes gelistet. Menschen, die ausgeprägte Sitzfehlhaltungen oder Sitzhaltungsinstabilitäten aufweisen, können von einer Sitzhilfe profitieren. Betroffenen fällt es nämlich schwer, auf gängigen Möbeln beschwerdefrei zu sitzen, zum Beispiel weil sie durch eine Fehlhaltung mit der Zeit Schmerzen entwickeln. Eine Sitzhilfe hat das Ziel, beschwerdefreies Sitzen zu ermöglichen, und zwar unter Berücksichtigung einer physiologisch günstigen Position. Das Hilfsmittelverzeichnis unterscheidet verschiedene Sitzhilfen, die Rücksicht auf die Bedürfnisse der Versicherten nehmen. Alle Produkte sind für den Heimgebrauch vorgesehen und werden bei Erfüllung der Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen....

Wer benötigt eine Sitzhilfe?

Sitzhilfen sind für Menschen gedacht, die Fehlhaltungen oder Instabilitäten beim Sitzen zeigen. Warum Probleme beim Sitzen bestehen, ist sehr unterschiedlich. Häufig liegt eine angeborene oder erworbene Schädigung im Bereich des Rumpfes oder eine Funktionsstörung des Bewegungsapparates vor. Personen mit Multiple Sklerose oder Muskeldystrophie können beispielsweise Beschwerden beim Sitzen entwickeln. Die Sitzhilfe kann dabei helfen, eine Behinderung auszugleichen und beschwerdefrei zu sitzen. Ganz konkret verfolgen Sitzhilfen das Ziel, die Körperposition auszurichten und zu stabilisieren, damit Betroffene an ihrer Umgebung teilhaben können. Außerdem tragen Sitzhilfen dazu bei, Druck zu reduzieren. Auch im Pflegealltag sind Sitzkissen entscheidend, denn sie können beispielsweise die Nahrungs...

Sitzhilfen: Hilfsmittel im Überblick

Das Hilfsmittelverzeichnis führt unterschiedliche Hilfsmittel für den Alltag auf, darunter auch solche, die das Sitzen beschwerdefrei gestalten können. Sie finden die entsprechenden Produkte im frei zugänglichen Hilfsmittelkatalog unter der Kategorie 26 „Sitzhilfen“. Folgende Sitzhilfen sind im Hilfsmittelverzeichnis gelistet: Sitzschalen Modulare Kindersitzsysteme Therapiestühle Autositze für Kinder mit Behinderungen Arthrodesenkissen und –stühle Fahrgestelle für Sitzschalen Inhalte dieses Abschnitts...

1. Sitzschalen

Sitzschalen sind für Menschen gedacht, denen es an Stabilität im Rumpfbereich fehlt oder die in dem Körperareal ausgeprägte Deformitäten aufweisen. Die Hilfsmittel sollen hier entlasten, lagern oder (soweit möglich) korrigieren. Möglich macht das eine Konstruktion mit Stütz- und/oder Lagerungseigenschaften. Entsprechende Modelle umfassen den Körper und können das Becken aufrichten oder das Becken bzw. den Thorax seitlich stützen. Da sich Kinder und Jugendliche noch im Wachstum befinden, ist der Einsatz des Hilfsmittels bei Ihnen besonders empfehlenswert, sofern es an Rumpfstabilität mangelt. Rechtzeitig und sachgerecht eingesetzt, kann eine Sitzschale der Entwicklung von Fehlhaltungen und Deformitäten vorbeugen oder das Voranschreiten ausbremsen. Sitzschalen werden im Hilfsmittelverzeichni...

2. Modulare Kindersitzsysteme

Modulare Kindersitzsysteme richten sich speziell an Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Sie können alternativ zu Sitzschalen eingesetzt werden. Die Hilfsmittel bestehen aus einem Sitzteil, Rückenteil und Seitenteil – all diese Komponenten können in unterschiedlichen Formen und Größen individuell zusammengesetzt werden. Um den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden, ist es auch bei den modularen Kindersitzsystemen wichtig, das Hilfsmittel und das Zubehör an das Krankheitsbild bzw. an die gegebenen Beeinträchtigungen anzupassen. Modulare Ausführungen sind schneller erhältlich und können nachträglich einfacher an körperliche Veränderungen angepasst werden wie individuell gefertigte Sitzschalen. Welches modulare Kindersitzsystem sich am besten für den Betroffenen eign...

3. Therapiestühle

Eine Krankheit mit entsprechenden Folgen oder eine Behinderung kann es Kindern und Jugendlichen unmöglich machen, auf gewöhnlichen Sitzmöbeln zu sitzen. In diesem Fall können Therapiestühle als Sitzhilfen dienen. Die speziellen Stühle sind so gebaut, dass sie über viele Verstellmöglichkeiten verfügen – Bedienende können den Therapiestuhl in jede Richtung verstellen. Auch bei Therapiestühlen gibt es viele Möglichkeiten einer individuellen Anpassung, zum Beispiel mit verschiedenen Zubehörteilen oder Sicherungs- bzw. Unterstützungssystemen zur Positionierung. Therapiestühle können ebenfalls mithilfe einer modularen Bauweise gefertigt werden – dabei werden verschiedene Komponenten nach dem Baukastenprinzip zusammengestellt....

4. Autositze für Kinder mit Behinderungen

Um Kinder mit Behinderungen mit dem Auto beispielsweise zu Therapieangeboten, Arztterminen oder Freizeitangeboten zu fahren, sind möglicherweise spezielle Autokindersitze und Autorückhaltesysteme nötig. Natürlich hat auch hier die Sicherheit oberste Priorität, deshalb sind behindertengerechte Autokindersitze, Autorückhaltesysteme und das Zubehör so gefertigt, dass sie Betroffenen Schutz bieten und gleichzeitig komfortabel sind. Eine individuelle Anpassung ist mittels der Konstruktionen bzw. Formen möglich. 💡 Gut zu wissen: Autositze für Kinder mit Behinderungen ähneln herkömmlichen Kindersitzen fürs Auto. Sie können beispielsweise bei einer Hüftdysplasie zum Einsatz kommen, dabei ermöglichen sie die nötige Beinspreiz-Therapiestellung....

5. Arthrodesenkissen und –stühle

Arthrodesensitzkissen nutzen Menschen mit einer Schädigung der Hüft- oder Kniegelenke. Dadurch, dass Betroffene im Beugen der Hüft- und/oder Kniegelenke sehr eingeschränkt sind, profitieren sie von einer Entlastung beim Sitzen. Diese Entlastung können Arthrodesensitzkissen bieten, wenn herkömmliche Kissen oder Keilkissen nicht den gewünschten Effekt bringen. Arthrodesensitzkissen legen Betroffene einfach auf die Sitzmöbel auf, sie ermöglichen dann ein an die Behinderung angepasstes Sitzen.

6. Fahrgestelle für Sitzschalen

Um Menschen mit Sitzproblemen mehr Mobilität zu ermöglichen, gibt es spezielle Fahrgestelle für Sitzschalen. Sie setzen sich aus einem Rohrrahmen mit Schiebestange oder Schiebegriffen zusammen und eignen sich für den Innenraum/Außenbereich. Die Fahrgestelle verfügen über zwei lenkbare Räder im Vorderbereich und über zwei größere Räder im hinteren Bereich – diese sind starr am Rahmen angebracht. Mittels Druck- oder Trommelbremsen kann das Fahrgestell inklusive Sitzschale zum Stehen gebracht werden. Jedes Fahrgestell verfügt über eine Aufnahmevorrichtung, mit der die Sitzschale befestigt wird. Manchmal gibt es auch die Möglichkeit, die Sitzschale in der Höhe zu verstellen. Einige Modelle stellen eine Radstandverlängerung bereit, um die Kippgefahr zu verringern. Angebot...

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Sitzhilfen: Kosten und Kostenübernahme

Sitzhilfen kosten unterschiedlich viel, hier kommt es nicht nur auf den Hersteller und das Modell, sondern auch auf die Fertigung an. Ein Sitzkissen ist in der Regel deutlich günstiger wie eine individuell angefertigte Sitzschale. Wenn Sie eine Sitzhilfe medizinisch verordnet bekommen haben, müssen Sie sich jedoch über die Kosten keine Gedanken machen. In diesem Fall engagiert sich die Krankenkasse. Gibt sie ihr Einverständnis zur Kostenübernahme, kommt auf Sie lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung zu. Diese beträgt mindestens 5 Euro, aber höchstens 10 Euro pro Hilfsmittel....

Voraussetzungen für die Übernahme von Sitzhilfen

Wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Sitzen haben, steht Ihnen nicht automatisch eine Sitzhilfe zu. Zunächst muss der behandelnde Arzt eine hinreichende Begründung für den Einsatz des Hilfsmittels bestätigen. Bei Interesse an einer Sitzhilfe, sprechen Sie am besten Ihren Mediziner an – fragen Sie ganz konkret, ob sich das Hilfsmittel in Ihrem Fall anbietet. Folgende Voraussetzungen müssen Sie mitbringen, damit sich die Krankenkasse an den Kosten für die Sitzhilfe beteiligt: Ihr behandelnder Arzt, beispielsweise der Hausarzt oder Orthopäde, hat festgestellt, dass Sie die Sitzhilfe im Alltag benötigen, zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung. Der Mediziner stellt Ihnen eine ärztliche Verordnung für die Sitzhilfe aus. Sitzhilfe in 3 Schritten beantragen: So gehen Sie vor Sie möcht...

3 Tipps für die Anwendung einer Sitzhilfe

Sitzhilfen können den pflegerischen Alltag deutlich vereinfachen, indem sie die Nahrungsaufnahme, Mobilität und natürlich das Sitzen erleichtern. Wir möchten Ihnen nun noch einige Tipps mitgeben. Machen Sie sich mit der Sitzhilfe vertraut: Wenn Sie zuvor keine Sitzhilfe verwendet haben, ist der Umgang zunächst ungewohnt. Doch keine Sorge, die meisten Sitzhilfen sind selbsterklärend. Außerdem erhalten Sie eine Einweisung vom Leistungserbringer und Herstellerinformationen an die Hand. Nehmen Sie sich genug Zeit, um sich mit den Systemen vertraut zu machen. Beschäftigen Sie sich beispielsweise damit, wie Sie ein Kind im Kindersitz sicher anschnallen. Am besten üben Sie das zunächst in einer stressfreien Atmosphäre. Sind Sie mit dem System vertraut, steht dem Einsatz nichts mehr im Weg. Bei Fr...

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FAQ Section

Q: Was gibt es für Sitzhilfen? A: Das GKV-Hilfsmittelverzeichnis listet verschiedene Sitzhilfen auf. Dazu gehören Sitzschalen, Kindersitz-Systeme und Therapiestühle.

Q: Was bringt eine Sitzhilfe? A: Eine Sitzhilfe ermöglicht ein beschwerdefreies und unterstütztes Sitzen, wenn Betroffene auf normalen Sitzmöbeln nicht mehr sitzen können.

Q: Wann ist eine Sitzhilfe medizinisch notwendig? A: Eine Sitzhilfe wird dann verordnet, wenn Fehlhaltungen oder Instabilitäten beim Sitzen auftreten. Das kann beispielsweise bei Patienten mit Multiple Sklerose der Fall sein.

Q: Wie nutze ich eine Sitzhilfe richtig? A: Wie eine Sitzhilfe genutzt wird, kommt auf das Modell an. Leistungserbringer geben Versicherten eine genaue Anweisung und stehen für Rückfragen zur Verfügung. Auch die Herstellerinformationen können bei Unsicherheiten helfen.

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Andrea Russello - Gründer CareBoxx

Fachlich geprüft von Andrea Russello

Pflege-Experte & Gründer

Dieser Artikel wurde nach höchsten redaktionellen Standards verfasst und von unserem Pflege-Experten Andrea Russello inhaltlich sowie nach aktuellen Richtlinien (SGB XI) geprüft. CareBoxx garantiert unabhängige, verlässliche und praxisnahe Informationen für Pflegebedürftige und Angehörige.

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