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PG 11 - Hilfsmittel gegen Dekubitus

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PG 11 – Hilfsmittel gegen Dekubitus: Anspruch und Kostenübernahme


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Einleitung

PG 11 – Hilfsmittel gegen Dekubitus: Anspruch und Kostenübernahme ### Das Wichtigste in Kürze

Dekubitus-Hilfsmittel verringern den Druck auf empfindliche Körperstellen. Es gibt Hilfsmittel, die auf einen Großteil des Körpers einwirken und solche, die einzelne Körperpartien unterstützen. Im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes sind die Produkte in der Produktgruppe: „11 – Hilfsmittel gegen Dekubitus“ aufgelistet. Für die Kostenübernahme ist eine ärztliche Verordnung notwendig. Bei der Verwendung von Dekubitus-Hilfsmitteln ist eine gute Hygiene wichtig.


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Neuerungen im Hilfsmittelverzeichnis 2026

Zum 09. März 2026 hat der GKV-Spitzenverband das Hilfsmittel- und Pflegehilfsmittelverzeichnis aktualisiert. Mit dieser sogenannten Fortschreibung wird das Verzeichnis regelmäßig an neue medizinische Erkenntnisse und technische Entwicklungen angepasst. Dabei wurden zahlreiche Produkte ergänzt oder überarbeitet, damit Versicherte Zugang zu modernen und qualitativ geprüften Hilfsmitteln erhalten. Die wichtigsten Änderungen im Überblick: 3.722 neue Produkte wurden in das Verzeichnis aufgenommen 1.596 bestehende Einträge wurden aktualisiert 9 Produktgruppen wurden überarbeitet Insgesamt sind nun rund 48.000 Hilfsmittel im Verzeichnis gelistet Die Aktualisierung betrifft unter anderem auch neue oder weiterentwickelte Hilfsmittel wie: Mikroprozessorgesteuerte Handorthesen , die Menschen mit eing...

Was sind Hilfsmittel gegen Dekubitus?

Dekubitus-Hilfsmittel können Pflegebedürftige und pflegende Angehörige gezielt dazu einsetzen, um Druckgeschwüre zu vermeiden. Sie entlasten empfindliche Körperstellen und reduzieren so den Druck. Zur Dekubitusprophylaxe gibt es verschiedene Hilfsmittel. Sie unterscheiden sich vor allem durch den Anwendungsort. Während manche am Rücken positioniert werden, konzentrieren sich andere Produkte auf das Gesäß oder die Füße. Bei der Wahl des Hilfsmittels ist es besonders wichtig, das individuelle Dekubitusrisiko zu beachten und die entsprechenden Körperstellen langfristig zu unterstützen. Dekubitus-Hilfsmittel sind laut Hilfsmittelkatalog für folgende Körperstellen erhältlich: Fuß Ellenbogen Leib/Rumpf Ganzkörper Gesäß Rücken Ohne speziellen Anwendungsort/Zusätze wie Bezüge...

Wie funktionieren Dekubitus-Hilfsmittel?

Da ein andauernder Druck einen Dekubitus provoziert, konzentrieren sich Hilfsmittel darauf, die Körperstelle von der Belastung weitestgehend zu befreien. Entsprechende Produkte bestehen aus angenehmen Materialien. Sie entlasten Fuß, Gesäß, Rücken und andere Areale, indem sie einen weichen Untergrund bilden oder Körperteile freischweben lassen – das klappt beispielsweise mit einer Fußrolle. Für eine erfolgreiche Dekubitusprophylaxe ist es wichtig, die Hilfsmittel regelmäßig einzusetzen und die Körperareale weiterhin auf auffällige Stellen hin zu überprüfen....

Dekubitus-Hilfsmittel: verschiedene Ausführungen im Überblick

Um Druckgeschwüre auf der Haut zu vermeiden, gibt es nicht nur ein Hilfsmittel. Stattdessen können Sie aus unterschiedlichen Produkten wählen – sie alle konzentrieren sich meist auf ein Körperteil. Die Hilfsmittel können sich optisch und funktional voneinander abheben. In den folgenden Abschnitten stellen wir Ihnen besonders populäre Dekubitus-Hilfsmittel vor. Inhalte dieses Abschnitts

Hilfsmittel gegen Dekubitus für den Fuß

Fersenrolle, Fersenkissen und Fersenpolster – das alles sind Produkte, die den Fuß vor einem Druckgeschwür bewahren sollen. Sie werden schützend unter den Fuß gelegt oder halten den Fuß in einer weichen Halterung. Mit den cleveren Hilfsmitteln ist die Ferse keinem permanenten Druck ausgeliefert, wenn Pflegebedürftige auf dem Rücken liegen.

Hilfsmittel gegen Dekubitus für den Ellenbogen

Auch die Ellenbogen gehören zu den Risikoregionen, wenn es um Dekubitus geht. Mit einem Ellenbogenschutz oder einem Ellbogenkissen können Sie die empfindliche Körperstelle entlasten. Damit der Schutz bei Bewegung nicht verrutscht, werden die Kissen oder Polster meist mit einem Klettverschluss am Arm befestigt.

Hilfsmittel gegen Dekubitus für den Leib/Rumpf

Schaum- oder Weichpolsterauflagen, spezielle Matratzen und Lagerungskissen sind für den Leib bzw. Rumpf vorgesehen. Sie entlasten eine große Fläche des Körpers und schützen vor zu viel Druck. Im Pflegealltag können sie Pflegebedürftigen dabei helfen, eine schonende Liegeposition einzunehmen und beizubehalten. Dafür befinden sie sich entweder auf der kompletten Liegefläche oder werden punktuell eingesetzt wie eine Halbrolle zur Positionsunterstützung.

Hilfsmittel gegen Dekubitus für den ganzen Körper

In diese Kategorie fallen Hilfsmittel, die den gesamten Körper vor schmerzhaften Druckstellen bewahren sollen. Das kann beispielsweise mit luftgefüllten Auflagen zur kontinuierlichen Weichlagerung, Wechseldruckauflagen, Matratzen mit Weichlagerungsmaterialien und mit kombinierten Schaumstoff-Luftkissenmatratzen gelingen. Auch dynamische Liegehilfen zur Umlagerung wie Seitenlagerungssysteme zählen dazu.

Hilfsmittel gegen Dekubitus für das Gesäß

Spezielle Sitzhilfen, beispielsweise mit Luft oder Gel gefüllt, und Strukturkissen können die Haut am Gesäß vor zu viel Druck schützen. Ein Produkt, dass Luft zur Druckentlastung nutzt, wird meist mit einer Handpumpe soweit aufgepumpt, bis es die gewünschte Sitzhärte erreicht. Auch Sitzkissen mit Gel oder in Hybrid-Form, bestehend aus Gel und Schaumstoff, können Pflegebedürftige mit Dekubitus im Pflegealltag unterstützen.

Hilfsmittel gegen Dekubitus für den Rücken

Pflegebedürftige können ihren Rücken mit einem speziellen Kissen entlasten. Bewährt hat sich hier ein Kissenkern, der aus mehreren luftgefüllten Kammern besteht. Diese lassen sich individuell befüllen und sich an eine Sitzgelegenheit mit einem Klettstreifen befestigen. Dekubitus-Rückenkissen gehen je nach Ausführung individuell auf instabile Haltungspositionen bei Pflegebedürftigen ein. Die seitlich befindlichen mit Luft befüllten Kammern können die Haltung unterstützen. Die oberen Kammern schaffen die Möglichkeit, die Schulterblätter frei zu lagern und so ganz vom Druck zu befreien....

Für wen eignen sich Hilfsmittel gegen Dekubitus?

Dekubitus-Hilfsmittel wie Dekubitus-Matratzen bzw. Anti-Dekubitus-Matratzen eignen sich für Menschen, die ihren Körper lange Zeit in einer gleichbleibenden Position lagern. Das trifft oft auf pflegebedürftige Personen mit körperlichen Einschränkungen zu. Sie bewegen sich schlichtweg nicht mehr so häufig und können manchmal nicht aus eigener Kraft heraus einen Positionswechsel im Bett durchführen. In diesem Fall lastet ein großer Druck auf der Haut, der das Dekubitus-Risiko stark erhöht. Dekubitus-Hilfsmittel eignen sich daher für folgende Personengruppen: Pflegebedürftige Menschen, die körperlich stark eingeschränkt sind. Personen, die aufgrund einer Behinderung oder eines Unfalls viel Zeit im Sitzen oder Liegen verbringen. Bettlägerige...

Dekubitus-Hilfsmittel: rechtliche Grundlagen und Kostenübernahme

Wenn Sie sich das Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes zur Hand nehmen, finden Sie die Dekubitus-Hilfsmittel unter der Produktgruppe: „11 – Hilfsmittel gegen Dekubitus“. Hier eingeordnet zählt sie der Gesetzgeber zu den Hilfsmitteln, die in den Verantwortungsbereich der Krankenkasse fallen. Ihr Angehöriger hat dann einen Anspruch auf entsprechende Hilfsmittel, wenn er ein erhöhtes Risiko bzw. eine medizinische Diagnose mitbringt, die den Einsatz rechtfertigt. Die rechtliche Grundlage bietet hier der § 33 SGB V. Demnach kann ein Mediziner Dekubitus-Hilfsmittel verordnen, wenn sie den Erfolg der Krankenbehandlung sichern, einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine solche ausgleichen können. Für die Produktauswahl ist von Interesse, welche Grunderkrankung vorliegt, wie hoch da...

So erhalten Sie Dekubitus-Hilfsmittel von der Krankenkasse

Die Krankenkasse Ihres Familienmitglieds beteiligt sich an den Kosten für Dekubitus-Hilfsmittel, wenn die nötige medizinische Notwendigkeit vorliegt. Bewilligt die Kasse die Kostenübernahme, müssen Patienten lediglich die gesetzliche Zuzahlung übernehmen. Diese beträgt 10 % des Abgabepreises, mindestens 5 Euro, aber maximal 10 Euro. Mit folgenden Schritten können Sie für Ihr Familienmitglied ein Hilfsmittel organisieren. In 5 einfachen Schritten zum Dekubitus-Hilfsmittel: Organisieren Sie einen Arzttermin: Zunächst steht ein Arzttermin an. Der behandelnde Mediziner ist mit der Krankengeschichte vertraut und kann abschätzen, welche Hilfsmittel den Pflegealltag unterstützen können. Stellt er fest, dass eine medizinische Notwendigkeit besteht, verordnet er die Hilfsmittel. Dafür nutzt er das ...

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Tipps zur Anwendung von Dekubitus-Hilfsmitteln

Damit Druckgeschwüre sich nicht verschlimmern oder gar nicht erst entstehen, ist es wichtig, die Hilfsmittel richtig anzuwenden. Außerdem spielt die Hygiene hier eine wichtige Rolle. Wir verraten Ihnen, auf was Sie als pflegender Angehöriger achten können. Das richtige Hilfsmittel wählen: Nicht alle Dekubitus-Hilfsmittel eignen sich gleichermaßen für den Pflegebedürftigen. Jemand, der bereits Druckgeschwüre hat, benötigt eine besonders effektive Druckentlastung. Der behandelnde Mediziner weiß, welche Hilfsmittel empfehlenswert sind. Möchten Sie darüber hinaus weitere Hilfsmittel auf eigene Kosten anschaffen, lassen Sie sich am besten in einem Sanitätshaus beraten. Von besonderem Interesse ist hier der Dekubitusgrad – dieser gibt die Ausprägung des Druckgeschwürs an. Hilfsmittel mit Pflegeh...

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FAQ Section

Q: Wer hat ein erhöhtes Risiko für einen Dekubitus? A: Bettlägerige Menschen oder Personen mit einer ausgeprägten körperlichen Einschränkung weisen in der Regel ein erhöhtes Dekubitus-Risiko auf. Sie verbringen viel Zeit im Liegen und Sitzen, wodurch ein langanhaltender Druck auf der Haut entsteht.

Q: Was hilft am besten bei einem Dekubitus? A: Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört die Druckentlastung. Mit Dekubitus-Hilfsmitteln können empfindliche Körperregionen gezielt von starkem Druck befreit werden. Auch die Hautpflege spielt eine wichtige Rolle. Die dafür eingesetzten Produkte sollten mild und hautschonend sein.

Q: Wer übernimmt die Kosten für Dekubitus-Hilfsmittel? A: Die Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten, sofern eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Patienten müssen dann lediglich die gesetzliche Zuzahlung leisten.

Q: Welche Dekubitus-Hilfsmittel gibt es? A: Im Hilfsmittelverzeichnis sind verschiedene Produkte aufgeführt. Darunter solche, die den Rücken, das Gesäß, die Fersen und die Ellbogen entlasten. Entsprechende Hilfsmittel können einen Großteil der Liegefläche ausfüllen oder einzelne Körperpartien unterstützen.

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Andrea Russello - Gründer CareBoxx

Fachlich geprüft von Andrea Russello

Pflege-Experte & Gründer

Dieser Artikel wurde nach höchsten redaktionellen Standards verfasst und von unserem Pflege-Experten Andrea Russello inhaltlich sowie nach aktuellen Richtlinien (SGB XI) geprüft. CareBoxx garantiert unabhängige, verlässliche und praxisnahe Informationen für Pflegebedürftige und Angehörige.

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