Pflegehilfsmittel
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PG 18 - Kranken - und Behindertenfahrzeuge

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PG 18 – Kranken- und Behindertenfahrzeuge: Modelle, Anspruch und Kostenübernahme


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Einleitung

PG 18 – Kranken- und Behindertenfahrzeuge: Modelle, Anspruch und Kostenübernahme Das Wichtigste in Kürze Kranken- und Behindertenfahrzeuge sind wertvolle Mobilitätshilfen. Je nach Einschränkung eignen sich manuell oder elektrisch betriebene Rollstühle für die Fortbewegung. Das Hilfsmittelverzeichnis vom GKV-Spitzenverband listet übernahmefähige Hilfsmittel auf. Für die Kostenübernahme muss jedoch eine medizinische Notwendigkeit vorliegen, die der behandelnde Arzt bestätigt. Beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten, müssen Versicherte lediglich einen Eigenanteil beisteuern. Eine Krankheit oder Behinderung kann die körperlichen Fähigkeiten soweit einschränken, dass ein...

Was sind Kranken- und Behindertenfahrzeuge?

Kranken- oder Behindertenfahrzeuge sind so konzipiert, dass sie Menschen, die gehunfähig oder gehbehindert sind, tatkräftig unterstützen – mithilfe der Produkte können Betroffene sich alleine oder mit der Unterstützung Außenstehender fortbewegen. Da die körperlichen Einschränkungen und somit die Bedürfnisse der Personen recht unterschiedlich ausfallen, gibt es eine große Auswahl an Kranken- und Behindertenfahrzeugen. Das wohl bekannteste Hilfsmittel ist der Rollstuhl. Daneben gibt es aber noch weitere Hilfsmittel in der Kategorie, die auch für die Pflege sehr bedeutsam sind, beispielsweise Toiletten- oder Duschrollstühle. Folgende Kranken- und Behindertenfahrzeuge sind im Wesentlichen erhältlich: Toilettenrollstühle Duschrollstühle Schieberollstühle Rollstühle mit manuellen Antrieben (Hebe...


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Mehr Sicherheit und Freiheit im Alltagsleben

Mobilität ist ein Grundbedürfnis. Indem sich Menschen fortbewegen, können sie aktiv an der Gesellschaft teilnehmen. Die soziale Teilhabe ist auch für Pflegebedürftige sehr wichtig. Durch den Kontakt mit anderen Personen können sie ihr Wohlbefinden steigern und wertvolle Tipps für den Pflegealltag erhalten. Einer der wichtigsten Gründe für den Einsatz von Kranken- und Behindertenfahrzeugen ist aber die Förderung der Selbstständigkeit. Hilfsmittel wie ein Rollstuhl unterstützen die Selbstwirksamkeit von Betroffenen und macht sie unabhängiger von der Hilfe anderer. Ein Ausflug in den Park oder ein kleiner Einkauf ist beispielsweise für viele Menschen mit einem Elektromobil auch ohne Unterstützung von außen machbar. Neben der Erweiterung des Bewegungsradius können die Hilfsmittel auch zur Stur...

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Kranken- und Behindertenfahrzeuge: Welches Modell passt zu Ihnen?

Manche Menschen mit Bewegungseinschränkungen benötigen lediglich ein extra Maß an Sicherheit im Badezimmer. Andere hingegen verlassen sich im Außenbereich auf Kranken- und Behindertenfahrzeuge. In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen verschiedene Ausführungen vor und erklären Ihnen, für wen sich das Hilfsmittel eignet. Inhalte dieses Abschnitts

Das Hilfsmittel Toilettenrollstuhl

Der Toilettenrollstuhl kann zur kurzzeitigen Fortbewegung innerhalb der Wohnumgebung genutzt werden – eigentlich ist der Toilettenrollstuhl aber für Menschen gedacht, die es aus dem Pflegebett nicht mehr bis ins Badezimmer schaffen. Sie können ihre Notdurft dann auf dem Stuhl, direkt neben dem Bett platziert, erledigen. Der Toilettenrollstuhl ist mit einem Schiebegriff an der Rückseite ausgestattet, mit dem Sie Ihr Familienmitglied ins Badezimmer befördern können. Mit Betätigung der zugehörigen Feststellbremse sorgen Sie für eine sichere Platzierung des Rollstuhls. Ist der Toilettenrollstuhl das richtige Hilfsmittel für mein Familienmitglied? Ein Toilettenrollstuhl bietet sich immer dann an, wenn Ihr Angehöriger nicht mehr alleine die Toilette aufsuchen kann. Außerdem empfiehlt sich das Hi...

Das Hilfsmittel Duschrollstuhl

Optisch ähnelt ein Duschrollstuhl einem Toilettenrollstuhl. Sofern es sich nicht um eine Kombination aus beidem handelt, fehlt bei dem Duschrollstuhl aber die Möglichkeit, ein Gefäß an der Unterseite zu befestigen. Der Duschrollstuhl ist alleine für die Unterstützung während der Körperpflege vorgesehen. Auch der Duschrollstuhl verfügt über vier Räder mit Feststellbremse, Haltegriffe und einer Schiebeschiene. Für das vereinfachte Reinigen des Intimbereichs besitzt das Hilfsmittel eine Aussparung auf der Sitzfläche. Hersteller wählen das Material so, dass es einfach zu reinigen und wasserverträglich ist. Ist der Duschrollstuhl das richtige Hilfsmittel für mein Familienmitglied? Wenn Ihr Familienmitglied unsicher auf den Beinen ist und ihm die Kraft für minutenlanges Stehen fehlt, ist ein Dus...

Das Hilfsmittel Schieberollstuhl

Der Schieberollstuhl ist ein Klassiker unter den Hilfsmitteln. Wie der Name bereits verrät, bewegen sich Betroffene hier nicht selbst, sondern mit der Hilfe von außen vor. Sie können Ihr Familienmitglied mit dem zugehörigen Haltegriff sicher durch das Wohnumfeld oder im Außenbereich navigieren. In der Regel verfügt der Schieberollstuhl über zwei größere und zwei kleinere Räder sowie einer Bremse. Im Bereich Komfort können sich die Schieberollstühle stark voneinander unterscheiden. Es gibt sie in einer verstärkten Ausführung, mit multifunktionaler Sitzeinheit oder mit einer Rückenlehnenverstellung. Ist der Schieberollstuhl das richtige Hilfsmittel für mein Familienmitglied? Bei einer Einschränkung der Bewegungsfähigkeit ist ein Schieberollstuhl grundsätzlich für Ihr Familienmitglied geeigne...

Das Hilfsmittel Rollstuhl mit manuellen Antrieben (Hebel-, Greifreifenantrieben)

Mit Hebel- und Greifantrieben können sich bewegungseingeschränkte Menschen in einem Rollstuhl selbstständig fortbewegen. Somit können sie frei entscheiden, wann sie beispielsweise Freunde treffen – für das zusätzliche Stück Lebensqualität ist aber ein gewisses Maß an Kraft in den Armen erforderlich. Daher eignen sich die Rollstühle nicht für jeden Pflegebedürftigen. Ist ein Rollstuhl mit manuellem Antrieb das richtige für mein Familienmitglied? Da bei manuellen Antrieben ein gewisses Maß an Beweglichkeit und Kraft notwendig sind, profitieren Menschen mit einer starken körperlichen Einschränkung oder mit einer nachlassenden Körperkraft nicht von dem Antrieb. Besitzt Ihr Angehöriger aber eine gewisse Leistungsfähigkeit, kann eine solche Mobilitätshilfe durchaus sinnvoll sein. Übernimmt die K...

Das Hilfsmittel Elektrorollstuhl bzw. Elektromobil

Elektrorollstühle und Elektromobile haben gemeinsam, dass sie beide elektrisch mithilfe eines Akkus betrieben werden. Mit dem Hilfsmittel können Menschen ohne eigenen Kraftaufwand mobil bleiben. Der Unterschied zwischen den Mobilitätshilfen liegt eher in der Nutzung. Ein Elektrorollstuhl begleitet insbesondere Menschen mit Behinderungen oder Erkrankungen – sowohl in den eigenen Räumlichkeiten als auch im Außenbereich. Die Reichweite eines Elektrorollstuhls liegt ungefähr zwischen 15 und 40 Kilometern – danach muss der Akku wieder aufgeladen werden. Elektromobile, oft auch als Seniorenmobile bezeichnet, richten sich häufig an Personen, die in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkt sind, zum Beispiel, weil sie nicht mehr genügend Kraft besitzen. Die Reichweite eines Elektromobils variiert je nach ...

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Das Hilfsmittel Rollstuhl mit besonderen Vorrichtungen (Hub- und Stehvorrichtungen)

Elektrische Rollstühle mit Hub- oder Stehvorrichtung ermöglichen Menschen, eine höhere Sitzposition oder eine aufrechte Stehposition einzunehmen. Somit sind Gespräche auf Augenhöhe und das Stehtraining möglich. Natürlich können sich Nutzer damit auch in Innenräumen oder außerhalb ihrer Wohnumgebung fortbewegen. Möglich macht das ein Antrieb über Elektromotoren, die Betroffene über eine Bedieneinheit steuern. Ist der Rollstuhl mit der besonderen Vorrichtung das richtige Hilfsmittel für mein Familienmitglied? Ist Ihr Angehöriger stark eingeschränkt oder sogar komplett gehunfähig, profitiert er in jedem Fall von einem Rollstuhl. Die besondere Vorrichtung unterstützt außerdem die Durchsetzung des Stehtrainings und kann zur gesellschaftlichen Teilhabe beitragen. Wann wird der elektrische Rollst...

Das Hilfsmittel Treppenfahrzeug

Die Treppenraupe und elektrische Treppensteighilfen zählen ebenfalls zu den Kranken- und Behindertenfahrzeugen. Sie dienen aber eher als Hilfsmittel für ein Hilfsmittel. Mit einer Treppenraupe oder einer elektrischen Treppensteighilfe können Rollstuhlfahrer gemeinsam mit ihrem Rollstuhl Treppen überwinden. Die Hilfsmittel erklimmen die Treppen und begleiten Betroffene auch wieder sicher herunter. Elektrisch betrieben müssen Rollstuhlfahrer dabei kaum eigene Kraft aufwenden. Ist ein Treppenfahrzeug das richtige Hilfsmittel für mein Familienmitglied? Die Treppenfahrzeuge eignen sich für all diejenigen, die mit einem Rollstuhl regelmäßig Treppen überwinden müssen. Je nach Ausführung muss Ihr Familienmitglied dafür aber einige Handgriffe selbst erledigen. Die Bedienung der Treppenraupe setzt a...

Das Hilfsmittel Reha-Buggy/Wagen

Kinder mit Mobilitätseinschränkungen können mit speziellen Kinderwagen oder Kinderbuggys befördert werden – oft werden sie auch als Rehawagen oder Rehabuggys bezeichnet. Ausgestattet mit einem Sitz oder einer Sitzschale können sie individuell an die Betroffenen angepasst werden. Eltern wird damit die Überwindung von Strecken vereinfacht und Kinder können besser am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Ist ein Reha-Buggy das richtige Hilfsmittel für mein Familienmitglied? Wenn Ihr Kind in der Gehfähigkeit eingeschränkt ist, kann ein Reha-Buggy den Pflegealltag vereinfachen. Ein kleiner Einkauf um die Ecke, Spaziergänge oder Tagesausflüge sind mit dem Hilfsmittel einfacher umzusetzen. Werden Reha-Buggys von der Krankenkasse bezahlt? Bei Kindern gilt das gleiche wie bei Erwachsenen: Liegt eine...

Kranken- und Behindertenfahrzeuge: rechtliche Grundlagen und Kostenübernahme

Anders als häufig angenommen, zählen Kranken- und Behindertenfahrzeuge ausnahmslos zu den Hilfsmitteln und nicht zu den Pflegehilfsmitteln . Selbst dann nicht, wenn sie die Pflege erheblich erleichtern. Dadurch, dass sie Hilfsmittel sind, fallen sie in den Verantwortungsbereich der Krankenkasse. Für die Kostenübernahme ist also nicht die Pflegekasse , sondern die Krankenkasse zuständig. Sie beteiligt sich immer dann an den Kosten, wenn das Hilfsmittel medizinisch notwendig für den Patienten ist. Um das nachvollziehen zu können, ist eine ärztliche Verordnung Pflicht. Wenn Sie sich für die rechtlichen Grundlagen interessieren, können Sie den Anspruch im § 33 SGB V nachlesen....

Wie bekomme ich einen Rollstuhl oder ein anderes Fahrzeug von der Krankenkasse?

Ihr Angehöriger ist in seiner Gehfähigkeit eingeschränkt? Dann raten wir Ihnen dazu, mit der Krankenkasse einen Anspruch auf ein Kranken- und Behindertenfahrzeug zu prüfen. Dabei sollten Sie darauf achten, ein Modell zu bekommen, dass den Pflegealltag unterstützt und zu den Bedürfnissen Ihres Familienmitglieds passt. In 3 Schritten zum Kranken- und Behindertenfahrzeug: Informieren Sie sich über geeignete Modelle: Wenn Sie das Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes durchstöbern, werden Sie feststellen, dass es eine große Anzahl an Kranken- und Behindertenfahrzeugen gibt. Nicht alle eignen sich gleichermaßen für Ihren Angehörigen. Hier kommt es insbesondere darauf an, wie viel Beweglichkeit vorhanden ist. Daher unser Tipp: Informieren Sie sich bei Hilfsmittelanbietern über die versc...

3 Tipps zur Verwendung von Kranken- und Behindertenfahrzeugen

Damit das Kranken- und Behindertenfahrzeug den Pflegealltag erleichtert, müssen Sie bzw. Ihr Familienmitglied gut mit dem Hilfsmittel umgehen können. Dabei helfen Ihnen folgende Tipps. Lassen Sie sich eine Einweisung geben: Für die Nutzung technischer Hilfsmittel ist in der Regel eine Einweisung erforderlich. Hilfsmittelanbieter können Ihnen genau erklären, worauf Sie bei der Nutzung achten sollten und an wen Sie sich bei technischen Problemen wenden können – falls es möglich ist, bringen Sie Ihren Angehörigen zur Einweisung mit. Grundsätzlich kann diese aber auch vor Ort stattfinden. Begleiten Sie Ihren Angehörigen anfangs: Es gibt viele Kranken- und Behindertenfahrzeuge, die Ihr Familienmitglied auch selbstständig bedienen kann. Für die nötige Routine ist es jedoch notwendig, dass Ihr An...

FAQ Section

Q: Welche Pflegehilfsmittel übernimmt die Pflegekasse? A: Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für Pflegehilfsmittel, die notwendig für den Pflegebedürftigen sind. Dazu zählen je nach Pflegefall Pflegebetten, Lagerungsrollen, Waschsysteme oder Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wie Desinfektionsmittel oder Mundschutzmasken.

Q: Wann zahlt die Krankenkasse ein Elektromobil? A: Die Krankenkasse kann sich dann an den Kosten für ein Elektromobil beteiligen, wenn eine medizinische Notwendigkeit für das Hilfsmittel vorliegt. Eine Garantie für die Kostenübernahme gibt es aber nicht.

Q: Wann bekommt man einen Rollstuhl verordnet? A: Die Verordnung eines Rollstuhls macht dann Sinn, wenn Menschen vorübergehend oder dauerhaft in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkt sind. Das kann beispielsweise im Krankheitsfall oder nach einer Operation der Fall sein.

Q: Was kostet ein Rollstuhl auf Rezept? A: Liegt eine medizinische Notwendigkeit für einen Rollstuhl vor, kommt auf Versicherte lediglich ein Eigenanteil zu. Dieser beträgt 10 % der Kosten, allerdings höchstens 10 Euro.

Q: Wie bekomme ich einen elektrischen Rollstuhl? A: Zunächst müssen sich Betroffene an ihren behandelnden Arzt wenden. Er kann eine ärztliche Verordnung für das Hilfsmittel ausstellen. Gemeinsam mit dem Antrag auf Kostenübernahme reichen Versicherte die Verordnung dann bei ihrer Krankenkasse ein.

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Andrea Russello - Gründer CareBoxx

Fachlich geprüft von Andrea Russello

Pflege-Experte & Gründer

Dieser Artikel wurde nach höchsten redaktionellen Standards verfasst und von unserem Pflege-Experten Andrea Russello inhaltlich sowie nach aktuellen Richtlinien (SGB XI) geprüft. CareBoxx garantiert unabhängige, verlässliche und praxisnahe Informationen für Pflegebedürftige und Angehörige.

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