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PG 20 - Lagerungshilfen

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PG 20 – Lagerungshilfen: Definition, Anwendung und Kostenübernahme


Content Structure

Einleitung

PG 20 – Lagerungshilfen: Definition, Anwendung und Kostenübernahme ### Das Wichtigste in Kürze

Lagerungshilfen gibt es in vielen Größen und Formen – sie unterstützen insbesondere die Extremitäten (Arme und Beine) Mit Lagerungshilfen können Pflegebedürftige Körperteile entlasten, beispielsweise nach Verletzungen. Das GKV-Hilfsmittelverzeichnis unterscheidet Beinlagerungshilfen von Armlagerungsplatten, Lagerungshilfen für den Ganzkörper und für das Gesäß. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Lagerungshilfen, sofern eine medizinisch hinreichende Begründung und eine ärztliche Verordnung vorliegen....


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Neuerungen im Hilfsmittelverzeichnis 2026

Zum 09. März 2026 hat der GKV-Spitzenverband das Hilfsmittel- und Pflegehilfsmittelverzeichnis aktualisiert. Mit dieser sogenannten Fortschreibung wird das Verzeichnis regelmäßig an neue medizinische Erkenntnisse und technische Entwicklungen angepasst. Dabei wurden zahlreiche Produkte ergänzt oder überarbeitet, damit Versicherte Zugang zu modernen und qualitativ geprüften Hilfsmitteln erhalten. Die wichtigsten Änderungen im Überblick: 3.722 neue Produkte wurden in das Verzeichnis aufgenommen 1.596 bestehende Einträge wurden aktualisiert 9 Produktgruppen wurden überarbeitet Insgesamt sind nun rund 48.000 Hilfsmittel im Verzeichnis gelistet Die Aktualisierung betrifft unter anderem auch neue oder weiterentwickelte Hilfsmittel wie: Mikroprozessorgesteuerte Handorthesen , die Menschen mit eing...

Was sind Lagerungshilfen?

Die Bezeichnung verrät es bereits: Lagerungshilfen dienen der Lagerung. Sie werden im medizinischen Alltag und in der Pflege eingesetzt, um Körperteile zu entlasten, eine schmerzfreie Sitz- oder Liegeposition zu ermöglichen und um beispielsweise bei Mukoviszidose-Patienten im Rahmen von Therapien die Atmung zu erleichtern. Hingegen der langläufigen Vorstellung profitieren nicht nur permanent bettlägerige Patienten von Lagerungshilfen. Auch nach Operationen oder Verletzungen kann eine vorübergehende Hochlagerung mittels Lagerungshilfen sinnvoll sein. Lagerungshilfen werden im GKV-Hilfsmittelverzeichnis in der Kategorie 20 aufgeführt. Für Pflegebedürftige ist darüber hinaus übrigens die Produktgruppe: 11 „Hilfsmittel gegen Dekubitus “ besonders interessant. Lagerungshilfen gibt es in vielen ...

Lagerungshilfen: Hilfsmittel im Überblick

Es gibt einen guten Grund dafür, warum es eine so große Auswahl an Lagerungshilfen gibt. Nur mit einer speziell für das Körperteil vorgesehenen Formung gelingt eine optimale Entlastung bzw. Positionierung. Ob sich bei Ihnen beispielsweise zur Hochlagerung der Beine besser ein Beinhochlagerungskeil oder eine Beinhochlagerungsschiene eignet, entscheidet Ihr Mediziner. Er gibt Ihnen auch eine Einschätzung dazu, wie lange das Hilfsmittel zum Einsatz kommen soll. Bei chronisch erkrankten Menschen, die eine dauerhafte Teillähmung aufweisen, ist in der Regel eine permanente Lagerung betroffener Körperbereiche vorgesehen, nach Operationen ist der Nutzungszeitraum hingegen überschaubar. Ihr behandelnder Arzt kann auf folgende Produkte aus dem Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes zurückgr...

1. Beinlagerungshilfen

Wenn Sie sich im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes die Kategorie 20 „Lagerungshilfen“ ansehen, stoßen Sie als erstes auf die sogenannten Beinlagerungshilfen. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich dabei um Hilfsmittel, die zur Lagerung der Beine vorgesehen sind. Die Basis kann aus einer Metallrohrkonstruktion bestehen, überzogen mit einem speziellen Bezugsmaterial. Alternativ kommen Produkte in Betracht, die aus verschiedenen Schaumstoffen gefertigt sind. Der Winkel zwischen Liegefläche und Oberschenkel wird meist mit 45° angegeben – bei den oben genannten Metallrohrkonstruktionen können Sie die Kniebeugestellung auch stufenlos einstellen. Beinlagerungshilfen gibt es grundsätzlich in sehr unterschiedlichen Ausführungen, dementsprechend groß ist die Auswahl....

2. Armlagerungsplatten (bei Parese)

Armlagerungsplatten eignen sich für Menschen mit Schädigungen an den oberen Extremitäten (Armen). So können beispielsweise Personen mit spastischen Lähmungen von den Hilfsmitteln profitieren. Armlagerungsplatten tragen zu einer stabilen Lagerung, einer Abschwellung oder der Schmerzlinderung bei. Wenn Armlagerungsplatten bei einer Parese (Teilausfall der motorischen Muskelfunktion) zum Einsatz kommen, setzen diese sich meist aus verschiedenen festen Materialien zusammen – zum Beispiel aus Kunststoff oder Aluminium. Dort, wo der Arm mit der Platte in Berührung kommt, sorgt Schaumstoff für eine angenehme Polsterung. Um für die nötige Hygiene zu sorgen, ist das Hilfsmittel normalerweise mit einem abnehmbaren, waschbaren Bezug ausgestattet. Die Unterseite des Hilfsmittels verfügt über ein rutsc...

3. Lagerungshilfen für den Ganzkörper

Das GKV-Hilfsmittelverzeichnis listet verschiedene Lagerungshilfen für den Ganzkörper auf. Lagerungskeile: Die spitz zulaufenden Hilfsmittel sind aus verschiedenen Schaumstoffen (unter anderem Polyesterschaum- oder Polyurethanschaumstoff) gefertigt. Lagerungskeile gibt es in verschiedenen Größen – auch die Höhe variiert stark. Im Hilfsmittelverzeichnis besitzen die aufgeführten Lagerungskeile eine Höhe zwischen 10 und 30 cm. Die abnehmbaren, abwaschbaren Materialien sorgen hier für die nötige Hygiene. Geeignet sind die Hilfsmittel für Menschen mit ausgeprägten Schädigungen an Armen, Beinen oder des Rumpfes. Sie tragen unter anderem zu einer stabilen, krampflösenden und schmerzfreien Lagerung bei. Funktionelle Lagerungssysteme für Kinder: Diese Lagerungsfunktionssysteme setzen sich in der R...

4. Lagerungshilfen für das Gesäß

Mit Lagerungshilfen für das Gesäß meint das GKV-Hilfsmittelverzeichnis konkret Sitzringe mit Luft gefüllt oder aus Schaumstoff. Sitzringe, luftgefüllt: Mit Luft gefüllte Sitzringe oder Sitzkissen besitzen in der Regel eine Gummischicht – sie lassen sich individuell, je nach vorliegendem Körpergewicht, befüllen. Im Gegensatz zu Luftkissen besitzen Luftringe eine Aussparung in der Mitte, so liegt der sogenannte Sakralbereich frei. Auch hier gibt es verschiedene Ausführungen in rund und in eckig – außerdem können Sie zwischen unterschiedlichen Größen wählen. Die Produkte sind für Menschen geeignet, die beispielsweise nach einer Operation eine vorübergehende Schädigung im Becken- oder Sakralbereich aufweisen. Doch Vorsicht: Wegen einer schlechten Druckverteilung und Belüftung sollten die Produ...

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Wer benötigt Lagerungshilfen?

Für den Einsatz von Lagerungshilfen gibt es ganz unterschiedliche Gründe. Vielleicht sind Sie bettlägerig und die speziellen Hilfsmittel sollen bei der Positionierung helfen. Eine Verletzung durch einen Unfall oder ein erfolgter operativer Eingriff kann die vorübergehende Hochlagerung einer Extremität nötig machen. Manchmal sind Lagerungshilfen auch Teil (physiotherapeutischer) Behandlungen, um beispielsweise zähen Bronchialschleim mithilfe der Klopfmassage zu lösen. Ob und wie lange sich eine Lagerungshilfe in Ihrem Fall anbietet, dazu kann Ihr behandelnder Arzt Ihnen eine Auskunft geben....

Lagerungshilfen: Kosten und Kostenübernahme

Die Preisspanne bei Lagerungshilfen ist recht groß. Das liegt daran, dass weniger aufwendig gefertigte Lagerungshilfen wie Sitzringe einen niedrigeren Anschaffungspreis wie Therapieliegen oder maßangefertigte Hilfsmittel besitzen. Online können Sie sich einen ersten Überblick über die Kosten der Lagerungshilfen verschaffen, zum Beispiel bei Sanitätshäusern. Bringen Sie eine medizinische Begründung für den Einsatz der Lagerungshilfen mit, müssen Sie sich aber nicht im Detail mit den Kosten auseinandersetzen. Ganz einfach deshalb, weil die Krankenkasse die Kosten für die Hilfsmittel für Sie übernimmt. Nehmen wir an, Sie benötigen eine Beinlagerungshilfe aufgrund eines Unfalls – nun müssen Sie lediglich den Eigenanteil in Höhe von 10 % (maximal 10 Euro pro Hilfsmittel) aufwenden. Sind Sie von...

Voraussetzungen für die Übernahme von Lagerungshilfen

Die Krankenkasse ist der Kostenträger, wenn es um Lagerungshilfen geht. Allerdings bekommt nicht jeder die hilfreichen Produkte bezahlt. Stattdessen übernimmt die Krankenkasse nur dann die Kosten für die Hilfsmittel, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Diese kann sich aufgrund einer Erkrankung oder Verletzung ergeben. Für den Rahmen der Kostenübernahme sorgen spezielle Voraussetzungen. Nur wenn Sie diese erfüllen, kann sich die Krankenkasse an den Kosten beteiligen. Voraussetzungen für die Kostenübernahme von Lagerungshilfen: eine Erkrankung oder eine Verletzung macht den Einsatz der Lagerungshilfe nötig. eine medizinische Diagnose unterstreicht den Bedarf. Ihr Hausarzt oder Facharzt gibt Ihnen eine ärztliche Verordnung für eine Lagerungshilfe mit. Checkliste So beantragen Sie e...

Lagerungshilfen: 3 Tipps für die Anwendung

Geschafft! Sie haben Ihre Lagerungshilfe erhalten. Wir verraten Ihnen nun, worauf Sie bei der Anwendung achten können, um sie sinnvoll im Pflegealltag einzusetzen. Folgen Sie den Anweisungen des Arztes: Eine Lagerungshilfe unterstützt Pflegebedürftige unter anderem dabei, eine schmerzfreie und empfehlenswerte Position einzunehmen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt sollten Sie die Hochlagerung oder Positionierung gemäß den Empfehlungen einhalten. Ein ambulanter Pflegedienst kann bei der Anwendung der Lagerungshilfen unterstützen. Lassen Sie Ihrem Angehörigen Zeit: Manche Personen berichten sofort von einer spürbaren Entlastung, andere fühlen sich durch das Hilfsmittel jedoch zunächst eingeschränkt. Wie schnell sich Pflegebedürftige an die Lagerungshilfen gewöhnen, ist sehr unterschiedl...

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FAQ Section

Q: Welche Lagerungshilfen gibt es? A: Therapieliegen, spezielle Schienen oder Kissen zählen zu den Lagerungshilfen. Einen guten Überblick über die zur Verfügung stehenden Lagerungshilfen gibt das GKV-Hilfsmittelverzeichnis.

Q: Welchen Zweck erfüllen Lagerungshilfen? A: Lagerungshilfen unterstützen Menschen dabei, die Extremitäten zu entlasten oder eine schmerzfreie Sitz- bzw. Liegeposition einzunehmen. Sie helfen auch dabei spezielle Therapieverfahren (Klopfmassage) zu ermöglichen.

Q: Wer verschreibt Lagerungshilfen? A: Der Hausarzt oder Facharzt kann grundsätzlich Lagerungshilfen verschreiben. Für die ärztliche Verordnung ist allerdings eine hinreichende medizinische Diagnose erforderlich.

Q: Werden Lagerungshilfen von der Krankenkasse übernommen? A: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Lagerungshilfen, sofern diese medizinisch notwendig sind. Auf Versicherte kommt dann lediglich der Eigenanteil in Höhe von 10 % (maximal 10 Euro) pro Hilfsmittel zu.

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Andrea Russello - Gründer CareBoxx

Fachlich geprüft von Andrea Russello

Pflege-Experte & Gründer

Dieser Artikel wurde nach höchsten redaktionellen Standards verfasst und von unserem Pflege-Experten Andrea Russello inhaltlich sowie nach aktuellen Richtlinien (SGB XI) geprüft. CareBoxx garantiert unabhängige, verlässliche und praxisnahe Informationen für Pflegebedürftige und Angehörige.

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